Kinderkrankheiten wie Röteln, Mumps oder Masern können anstrengend werden. Als Schutz dagegen hilft eine Impfung. Die meisten Kinder sind heutzutage geimpft. Falls es Ihren Schützling trotzdem erwischt haben sollte, gilt es folgende Dinge zu beachten:

Kein Kinderspiel: Die Kinderkrankheit Masern.

Masern sind höchst ansteckend. Der Überträger ist ein Virus, daher ist es auch nicht möglich, die Kinderkrankheit medikamentös zu behandeln. Allein die Symptome wie Husten, Fieber und Schnupfen können durch Hustensaft, Nasentropfen oder Wadenwickel gelindert werden. Die Inkubationszeit beträgt zehn bis 14 Tage ab dem Zeitpunkt der Infektion. Die Masern werden meist durch Husten, Sprechen oder Niesen übertragen. Masern können aber schon durch Sprechen übertragen werden und dadurch scheinbar gesunde Menschen, die noch keine Symptome aufweisen, anstecken. Die gute Nachricht ist: Für Kinder ist die Krankheit nicht sehr schlimm. Ist man einmal an Masern erkrankt, ist man den Rest seines Lebens immun dagegen. Schwangere Frauen, die ebenfalls resistent gegen den Virus sind, geben ihre Antikörper an den Fötus weiter. Das Baby ist dann bis zum vierten Lebensmonat geschützt.

Länger als gedacht: Der Krankheitsverlauf.

Bei Masern spricht man von zwei Phasen: Im Vorläuferstadium kommt es zu grippeartigen Beschwerden wie Abgeschlagenheit, leichtem Fieber, Kopf-, Hals- und Bauchschmerzen, Husten und Schnupfen. Auf der Mundschleimhaut zeigen sich gelbe Flecken. Nach zwei bis fünf Tagen sinkt die Temperatur wieder. Im zweiten Stadium des Krankheitsverlaufs wird der typische Hautausschlag sichtbar. Meist tauchen die Flecken zuerst hinter den Ohren auf und wandern dann den ganzen Körper entlang zu den Füßen. Die Flecken sollten nach einer Woche wieder verschwunden sein.

Pünktchen auf Anton: Woran sie Masern erkennen können.

Kommt ihr Kind müde und abgeschlagen nach Hause und klagt über Kopfschmerzen, Halsweh und Augenschmerzen, sollten Sie sofort zum Kinderarzt gehen. Masern sind in Österreich seit 2001 eine meldepflichtige Krankheit. Auch ähneln die Anfangssymptome jenen anderer Kinderkrankheiten wie Röteln oder Scharlach. Eine exakte Diagnose durch eine Blutuntersuchung oder einen Abstrich der Nasenschleimhaut ist daher wichtig für die Behandlung. Da die Viren auch durch Tröpfchen in der Atemluft übertragen werden können, ist eine Ansteckung aller nicht immunisierten Personen im Haushalt sehr wahrscheinlich. Die meisten Erwachsenen sind aber bereits immun oder geimpft. In Österreich ist eine Impfung ab dem 12. Lebensmonat üblich. Die kostenlose Schutzimpfung erfolgt meist in Form einer Kombinationsimpfung gegen Masern-Mumps-Röteln (MMR).

Wie sie Ihren Liebling richtig pflegen.

Hat sich Ihr kleiner Liebling die Masern eingefangen, nutzen nur noch sorgfältige Pflege, schmerzstillende Medikamente und viel Flüssigkeit und Vitamine. Hunger wird Ihr Schützling wenig verspüren. Bei Kindern haben sich Zäpfchen mit Paracetamol wie in Mexalen® 500 mg-Zäpfchen bestens bewährt, um gegen die starken Schmerzen anzukämpfen. Die Zäpfchen wirken rasch und sind eigens für Kinder entwickelt. Obwohl sie ohne Rezept erhältlich sind, sollten Sie sich trotzdem mit Ihrem Kinderarzt vor der Verabreichung absprechen. Gegen Husten und Schleim im Rachenraum hilft Mucosolvan® Saft für Kinder. Der Hustensaft ist ohne Alkohol, hat einen fruchtig, saftigen Geschmack und ist auch für Diabetiker geeignet. Lindenblütentee senkt das Fieber und sorgt für Flüssigkeit. Nasivin® Kinder Nasentropfen sind etwas geringer dosiert als die klassische Variante. Da die Haut während einer Masernerkrankung sehr empfindlich ist, sollten Sie auf mentholhaltige Cremen und Gels verzichten. Stellen Sie lieber einen Luftbefeuchter auf oder einfach eine Schale Wasser auf den Heizkörper. Den sollten Sie allerdings nicht voll aufdrehen: Die kleinen, maserngeplagten Patienten fühlen sich in einem kühlen, dunklen Raum am wohlsten. Wadenwickel und “Essigpatscherl” können das Fieber senken und auch für Kühle sorgen.

Masern: Impfen hilft!Masern: Impfen hilft!

Der einzige Weg, der ansteckenden Kinderkrankheit zu entgehen, ist nach wie vor die Schutzimpfung. Bei erwachsenen Menschen schwächt die Krankheit das Immunsystem sehr stark und es kann zu Folgeerscheinungen wie einer Lungen- oder einer Gehirnhautentzündung kommen. Obwohl es fast unmöglich ist, sich nicht mit der Kinderkrankheit anzustecken, ist es trotzdem wichtig, sich die Hände nach einem Besuch im Kindergarten oder in der Schule dringend zu desinfizieren. Auch wenn Sie einen kleinen Patienten zuhause haben, der leidet, sollten Sie sich vorher immer die Hände mit einem Desinfektionsmittel ( z.B. Sterillium® med Händedesinfektionsmittel) desinfizieren, da der geschwächte Organismus sehr empfänglich für Krankheitserreger und Bakterien ist.