Eine Erkältung zu dieser Jahreszeit scheint meist harmlos: die Nase läuft, ein leichtes Kratzen im Hals. Na und? Da kann man doch noch bei Sport und Arbeit 100% geben, denken viele. Tatsächlich kann eine Erkältung jedoch schnell verschleppt werden und zu Folgebeschwerden führen. Damit Ihnen das nicht passiert, sollten Sie sich richtig auskurieren!

Erkältung: Symptome und Folgeerkrankungen

Während sich eine Grippe ganz plötzlich durch starke Kopf- und Gliederschmerzen sowie hohes Fieber bemerkbar macht, schleicht sich eine Erkältung meist langsam in den Körper. Auch wenn Verlauf, Intensität und Dauer der Symptome ganz individuell sind, erleben Erkältete meist diese Symptom-Palette:

  • Leichte Schmerzen und Kratzen im Hals
  • Schnupfen
  • Heiserkeit (Kehlkopfentzündung)
  • Husten (Bronchitis)
  • Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Leichtes Fieber (natürliche Abwehrreaktion des Körpers)

Zunächst handelt es sich bei Erkältungen um eine Infektion der oberen Atemwege. Dieser virale Effekt kann jedoch zusätzlich zu einer Infektion mit Bakterien führen. Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündungen zählen zu typischen Komplikationen einer Erkältung. Lungenentzündungen sind hingegen oft auf derlei bakterielle Folgeinfektionen zurückzuführen. Sollte sich nach einer Woche noch keine Besserung der Erkältungssymptome eingestellt haben oder sogar Komplikationen (Atemnot, hohes Fieber, starke Ohren- oder Halsschmerzen) hinzugekommen sein, dann besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.

8 Tipps zum Auskurieren der Erkältung

All diese Folgebeschwerden zeigen, wie wichtig das richtige Auskurieren einer zunächst harmlos wirkenden Erkältung ist. Bei leichter Symptomatik ohne Komplikationen heilen die Beschwerden oft auch ohne Medikamente ab. Beherzigen Sie die folgenden 8 Tipps zum richtigen – und schnellstmöglichen – Auskurieren Ihrer Erkältung:

  1. Aktives Ausruhen – Gönnen Sie Körper und Kopf Erholung!
  2. Viel Wasser und Tee trinken!
  3. Inhalationen gegen den Husten (mit ätherischen Ölen, Thymian oder Salbei)
  4. Pflanzliche Stoffe zur Schleimlösung und gegen den Hustenreiz
  5. Salbeipastillen gegen Halsschmerzen
  6. Inhalieren gegen den Schnupfen mit warmen Dampf (dazu Salze oder ätherische Öle)
  7. Abschwellende Nasentropfen nur zur kurzfristigen Linderung nutzen
  8. Salben gegen die wunde Nase

Auch an die Präventivtipps gegen Erkältungen – Stoßlüften, richtig Hände waschen, immunstärkende Ernährung – sollten Sie jeden Tag denken, um sich zu schonen und niemand anders anzustecken!

Mögliche Ursachen der Erkältung

Auslöser einer Erkältung bildet die Infektion durch Viren. Nichtsdestotrotz können Kälte und Nässe in Herbst und Winter einen Schnupfen beschleunigen. Alle Faktoren, die Ihr Immunsystem schwächen könnten, sind somit zusätzliche Risikofaktoren – dazu gehören nicht nur Verkühlungen, sondern auch Schlafstörungen, Stress und sonstige Erkrankungen. Gerade im Büro oder beim Sport, sobald viele Menschen in den vier Wänden zusammenkommen, kann das Anstecken per Tröpfcheninfektion schnell passieren. Dazu braucht Ihr Arbeitskollege nicht direkt vor Ihnen Husten oder Nießen – die Erreger über Luft oder Türgriffe gelangen am Ende das Tages durch Ihre Hände an Schleimhäute von Nase, Augen oder Mund. Und schon ist die Erkältung vorprogrammiert.