Durch die Muttermilch werden Neugeborene auf die natürlichste Art ernährt. Die Vorteile des Stillens gehen dabei weit über die gesundheitlichen Faktoren hinaus. Aber aller Anfang der Stillzeit ist schwer, weshalb Sie hier alle Informationen zu möglichen Unsicherheiten und Problemen beim Stillen auf einen Blick finden!

Das Milchhormon Prolaktin

Das Hormon, das hauptsächlich für die Milchproduktion bei der Frau verantwortlich ist, nennt sich Prolaktin. Während der Schwangerschaft und Stillzeit wird Prolaktin vermehrt produziert, so dass u.a. Wachstum und Reifung der Brust angeregt werden. Auch der natürliche Saugreiz des Babys an der Brust verstärkt den Prolaktinwert im Blut.

Natur pur – die Vorteile des Stillens

Ein paar offensichtliche Vorzüge des Stillens liegen auf der Hand: es ist eine praktische, hygienische, natürliche und preiswerte Ernährungsweise für Ihr Kind. Die Vorteile des Stillens gehen aber darüber hinaus, da die Beschaffenheit von Muttermilch für Ihr Baby immer die perfekte Temperatur hat und stets leicht verdaulich ist. Ein gesundheitlicher Gewinn ist es aber auch für die Mamas, da das Stillen zur Rückbildung der Gebärmutter beiträgt. Hautkontakt und Nähe zwischen Mama und Kind sorgen für eine enge Vertrautheit, Bindung und Sicherheit – was vor allem in den ersten Monaten von großer Bedeutung ist.

Die beste Ernährung für Ihr Baby: wie lange und wie oft Stillen?

In der Muttermilch selbst stecken alle Nährstoffe und auch Antikörper, die Ihr Familienzuwachs in den ersten Monaten benötigt. Je nach Bedürfnis Ihres Babys können Sie nach etwa einem halben Jahr (zwischen dem 5. Und 7. Monat) zufüttern. Nur weil die Nährstoffe der Muttermilch für Ihr Kind ab dann nicht mehr ausreichend sind, kann das Stillen aber zunächst dennoch eine nahrhafte Ergänzung bleiben. Wann abgestillt wird, entscheidet jede Familie individuell.

Geduld und Rat bei Stillproblemen

Unsicherheiten beim anfänglichen Stillen und Anlaufschwierigkeiten zwischen Ihnen und Ihrem Baby sind zu Beginn ganz normal. Darüber hinaus können aber auch Stillprobleme vorkommen, bei denen Hebamme, Frauenarzt oder Apotheke weiterhelfen können:

  • Wunde Brustwarzen: Das zunächst ungewohnte Saugen des Babys an der Brustwarze kann schnell zu Rötungen führen, die das Stillen nur noch unter Schmerzen erlauben. Probieren Sie in dem Fall verschiedene Stillpositionen aus, während Sie öfter und kürzer Stillen. Waschen Sie vor der Stillzeit immer Ihre Hände und pumpen eventuell Milch ab, falls die Wunde nicht abheilt.
  • Entzündete Brustwarzen: Sollte Ihre Brustwarze schmerzen und entzündet sein, können Essenzen zur Wundheilung oder Hydrogel-Pads Ihre Brustwarzen kühlen, schützen und die Schmerzen lindern.
  • Brustentzündung: Durch Wickel mit Quark, Umschläge mit ätherischen Ölen oder Kühlpacks im Tuch können Sie die Brüste kühlen und Schwellungen reduzieren. Stellen sich jedoch innerhalb von einem Tag keine Verbesserung der Symptome ein, sollten Sie sich ärztlichen Rat einholen.
  • Milchstau: Verhärtungen und schmerzhaften Schwellungen in der Brust können auch stressbedingt sein. Damit die Milch wieder normal fließt, helfen in erster Linie Entspannung, Geduld und warme Umschläge auf der Brust vor dem Stillen.