In die Wechseljahre zu kommen, bedeutet nicht nur körperliche Veränderungen. Für viele Frauen ist es eine Lebensphase, in der sie sich bewusst mit dem Älterwerden auseinandersetzen – was zunächst mentalen Stress, aber letztendlich auch neu gewonnene Freiheit bedeuten kann. Wie Sie mögliche Symptome früh verstehen und Beschwerden lindern können, erfahren Sie hier!

Klimakterium: Wechseljahre bedeuten hormoneller Wandel

Der weibliche Körper ist im Umbruch. Im Prinzip haben Sie das ja vor vielen Jahren schon mal „durchgemacht“ – in der Pubertät. Während im Teenageralter der Körper geschlechtsreif wird, verliert er diese Geschlechtsreife wieder nach und nach in den Wechseljahren (Klimakterium). Auch wenn es etwas dauern kann bis Körper und Geist wieder im Gleichgewicht sind, hat der hormonelle Umbruch nicht nur negative Seiten. Die Natur hat sich mal wieder etwas dabei gedacht: Frauen können nach den Wechseljahren keine Kinder mehr bekommen, da sich der Zyklus verlangsamt und ohne Eisprung keine Gelbkörper mehr gebildet werden, so dass die Regelblutungen nach gewisser Zeit durch den Östrogenmangel komplett ausbleiben (Menopause).

Symptome und Beschwerden der Wechseljahre

Die gute Nachricht vorweg: Etwa zwei Drittel aller Frauen kommen ohne starke Beschwerden durch die Wechseljahre. Für andere kann der mehrjährige physiologische Prozess jedoch bis zur Menopause mit unangenehmen und belastenden Symptomen einhergehen:

  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Hitzewallungen, Schweißausbrüche
  • Schlafstörungen und Nachtschweiß
  • Allgemeine Unruhe und gesteigerte Nervosität
  • Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen
  • Kopfschmerzen
  • Traurigkeit, depressive Verstimmungen
  • Konzentrationsschwäche
  • Gewichtszunahme
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Gewichtszunahme
  • Herzbeschwerden
  • Trockene Schleimhäute im Genitalbereich
  • Libidoverlust
  • Schwindel

Natürlich hat der veränderte Hormonhaushalt und Östrogenmangel auch Auswirkungen auf altersbedingte Veränderungen von Haar, Haut sowie Fett- und Knochenstoffwechsel. All diese Beschwerden mit der alleinigen Ursache Wechseljahre zu erklären, wäre jedoch übereilt. Diese Phase zwischen dem 45. Und 60. Lebensjahr steckt meist generell voller Veränderungen. Daher spielen immer mehr Faktoren herein als der hormonell-bedingte körperliche Umschwung. Wie etwa die individuelle Gesundheit und Vorerkrankungen oder mental herausfordernde Veränderungen im Privatleben zu der Zeit (die Kinder ziehen aus, die eigenen Eltern erkranken o.ä.).

Linderung der Symptome & Therapiemöglichkeiten

Starke Beschwerden während der Wechseljahre stehen für rund ein Drittel aller Frauen für viele Monate oder Jahre auf dem Tagesplan. In vielen Fällen kommt nach ausführlicher ärztlicher Beratung und Klärung möglicher Nebenwirkungen eine Hormontherapie in Frage. Dabei werden immer so viele Hormone wie nötig und so wenige wie möglich in Form von Hormonpräparaten verordnet. Um bei leichten Beschwerden aber nicht gleich zur Hormontherapie greifen zu müssen, können Sie pflanzliche Linderungsmittel aus der Naturapotheke ausprobieren, für die es jedoch keine eindeutigen Wirksamkeitsnachweise gibt:

  • Mönchspfeffer und Traubensilberkerze wird nachgesagt den weiblichen Hormonhaushalt wieder etwas zu regulieren.
  • Baldrian, Melisse oder Passionsblume können bei Schlafstörungen Linderung verschaffen.
  • Auch alternativmedizinische Ansätze (Chiropraktik, Akupunktur) sind für viele Frauen einen Versuch wert.
  • Durch eine ausgewogene Ernährung und bewusste Bewegung an der frischen Luft können Sie Ihr allgemeines Wohlbefinden erhöhen und so gegen viele Belastungen in Sachen Stress, Nervosität, Kopfschmerzen sowie Gewichtszunahme angehen.