Gesunde weiße Zähne machen das Essen und Lachen einfacher. Regelmäßige Zahnpflege schützt vor Karies, Mundgeruch und Folgeerkrankungen. Pflegebedürftige Menschen und Menschen mit Behinderung brauchen bei der täglichen Zahnpflege besondere Unterstützung. In folgendem Beitrag verraten wir Tipps und Tricks, die die Zahnreinigung bei Menschen mit besonderen Bedürfnissen leichter machen.

Für viele Menschen ist etwas so selbstverständliches wie das Zähneputzen gar nicht so einfach. Das führt dazu, dass behinderte oder pflegebedürftige Personen im Schnitt schlechtere Zähne haben als der Rest der Bevölkerung. Erkrankungen an den Zähnen sind nicht nur schmerzhaft, sie können auch die Lebensqualität nachhaltig beeinflussen. Krankenkassen haben daher zusätzliche Zahnvorsorge-Pakete beschlossen. Zwei Mal im Jahr übernehmen die Kassen jetzt Leistungen wie die Erhebung des Mundgesundheitsstatus oder die Entfernung von harten Zahnbelägen bei Menschen, die sich die Zähne nicht so gut selbst reinigen können.

Die richtigen Utensilien

Es kann sein, dass Sie Menschen mit Behinderung ein wenig mehr zur täglichen Zahnpflege animieren müssen. Mit angenehmer Musik können Sie die tägliche Routine auf entspannte Weise unterstützen. Ideal ist ein Lied oder Musikstück, das genau zwei Minuten lang ist. So wird das Putzen kurzweiliger. Die Zahnbürste selbst sollte vorne abgerundet sein, damit keine ungewollten Verletzungen im Mundbereich passieren können. Spezielle Griffverstärker sorgen für besseren Halt. Drei-Kopf-Bürsten sind praktisch, nicht nur für Personen, die sich selbst nicht die Zähne putzen können. Sie reinigen Außen-, Innenseite und Kauflächen gleichzeitig und verkürzen so die Putzzeit. Wenn das Geräusch und die Vibrationen einer elektrischen Bürste nicht als störend empfunden werden, lohnt sich auf alle Fälle eine Anschaffung, da sie die feinen Putzbewegungen erledigt. Zahnseidensticks mit praktischen Griffen machen die Reinigung der Zahnzwischenräume einfacher. Die Zahnpasta selbst sollte Fluor enthalten.

Zusatznutzen

Wenn das Putzen trotzdem nur ungern erledigt wird, kann man sich mit einigen Tricks Abhilfe verschaffen. Mundspülung beugt Plaquebildung vor und lässt sich leicht in die Reinigungsroutine einbauen. Auch die Spülung sollte Fluor enthalten. Sie sollte aber nicht zu scharf sein, damit sie gerne regelmäßig verwendet wird. Lustig und unterhaltsam kann auch das Verwenden eines Zungenspatels sein. Ist der Spatel groß genug, kann die Zunge in einem Zug von ihrem Belag befreit werden. Kaugummis mit Xylith hemmen Karies und regen die Speichelbildung an. Der Speichel neutralisiert Säuren, tötet Viren und Bakterien ab und erleichtert das Schlucken. Er kräftigt den Zahnschmelz und hemmt die Kariesbildung.

Zahnpflege bei Zahnersatz

Prothesen oder Gebisse sollten wie die normalen Zähne auch täglich zwei Mal mit einer Zahnbürste gereinigt werden. Nach dem Essen genügt es, den Zahnersatz mit warmem Wasser abzuspülen. Über Nacht werden die künstlichen Zähne in spezielle Reiniger eingelegt. Haftcremes sorgen für einen bequemen Sitz bei der Nahrungsaufnahme. Auch hier ist es wichtig die passende Creme mit der richtigen Haftung zu finden. Manche Produkte kleben zu stark und können das Herausnehmen des Gebisses erschweren. Haftcremereste lassen sich gut mit Speiseöl entfernen. Ein Handtuch im Waschbecken reduziert die Bruchgefahr beim Reinigen der Prothesen. Der Mundinnenraum lässt sich mit einem angefeuchteten Wattebausch leicht reinigen. Das fördert die Durchblutung und beugt Entzündungen vor. Vor der Pflege durch andere, sollten die Lippen mit einem milden Pflegebalsam benetzt werden. Vor allem bettlägerige Menschen trinken oft viel zu wenig und haben daher trockene Haut. Das kann beim Öffnen des Mundes unangenehm spannen oder Risse an der Lippenhaut verursachen.