Facelift – schlaffe Konturen adé

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Zusammenfassung
Menschen altern unterschiedlich, zudem geht jeder anders mit seinem sich verändernden Erscheinungsbild um. Für viele kommt ein Facelift in Frage, wenn sie nicht nur jünger, sondern auch frischer wirken wollen. Für einen länger andauernden Effekt und je nach dem, wie ausgeprägt die Falten oder aufgeweicht die Gesichtskontur durch die schlaffe Haut ist, eignen sich chirurgische oder minimal invasive Verfahren. In der sind entsprechende Eingriffe nicht medizinisch notwendig, weshalb die Krankenkassen die Kosten meist nicht erstatten.
Was ist ein Facelift?
Menschen, die sich einem Facelift beziehungsweise einer Gesichtsstraffung unterziehen, lassen sich in einem chirurgischen Eingriff die Haut im Gesicht, am Kinn und dem Hals straffen. Das Ziel ist es, als störend empfundene Alterserscheinungen wie erschlafftes Gewebe im mittleren Gesichtsbereich oder tiefere Falten zu reduzieren und so das Gesicht jünger und frischer erscheinen zu lassen.
Es gibt verschiedene Methoden des Facelifts. Welche sich bei den am Eingriff interessierten Menschen am besten eignet, wird im Beratungsgespräch individuell erörtert.
Wann kann ein Facelift helfen?
Grundsätzlich kann ein Facelift immer dann helfen, wenn sich eine Person mit ihrem Aussehen unwohl fühlt. Typische Gründe für diesen Eingriff sind:
- Eine insgesamt stark erschlaffte und faltige Haut an Gesicht und Hals
- Überschüssiges Fettgewebe an Kinn und Hals
- Schlaffe Haut um die Augen mit abgesenkten Augenbrauen
- Tiefe Falten um den Mund
Wie wird ein Facelift durchgeführt?
Vor dem Eingriff erfolgt immer ein ausführliches Gespräch in der Praxis für ästhetische Chirurgie. Das hilft dabei herauszufinden, welches Ergebnis gewünscht wird. Indem die Chirurgin oder der Chirurg das Gesicht ausführlich analysiert, kann sie oder er die Methode festlegen, die sich am besten für die am Facelift interessierte Person eignet. Bei manchen Menschen reicht es, lediglich in einem Gesichtsbereich die Haut zu straffen, um das gewünschte Ziel zu erreichen. In anderen Fällen kann jedoch eine Kombination aus einem Stirn-, Wangen und Halslift zielführender sein.
In der Regel erfolgt der Eingriff unter Vollnarkose, er kann aber auch im Dämmerschlaf unter Lokalanästhesie und lokaler Betäubung erfolgen. Die Operationsdauer richtet sich nach Art und Umfang der geplanten Maßnahmen und kann etwa zwei bis fünf Stunden umfassen. Je nach Narkoseart bleiben operierte Menschen ein bis zwei Tage in der Klinik oder kehren nach Hause zurück, sobald die Wirkung der verabreichten Medikamente abgeklungen ist.
Anders als früher, als bei einem Facelift lediglich die Haut gestrafft und damit ein maskenhafter Look kreiert wurde, beziehen die Techniken der modernen Faceliftchirurgie mehrere Gewebeschichten in die Behandlung mit ein. Den Standard bildet dabei das SMAS (superficial muscular aponeurotic system)-Facelift. Mit SMAS ist die Muskel- und Bindegewebsplatte gemeint, die unter der Gesichtshaut liegt. Wird diese mit in die Straffung einbezogen und in dem Rahmen angehoben (nicht gestrafft), lassen sich natürlicher wirkende Ergebnisse erzielen.
Gut zu wissen
Eine tatsächliche Hautstraffung findet nur in kleinen abgegrenzten Gesichtsbereichen statt. Zum Beispiel bei einem Schläfenlift. In der Regel handelt es sich dabei um die Wangenhaut in der Nähe der Schläfen. Durch einen kleinen Einschnitt in den Haaransatz lassen sich die Wangen und die erschlaffte seitliche Augenpartie, die oft kleine Falten um die Augen wirft, straffen. So kann dieser kleine Eingriff bereits eine frischere Optik verleihen.
Beim Facelift wird zwischen den drei Problemzonen Stirn, Wangen und Hals unterschieden. Dementsprechend lassen sich folgende Eingriffe einzeln oder in Kombination miteinander durchführen.
Das Facelift wird auch als Gesichtsverjüngung bezeichnet und bezieht alle Gesichtspartien, das heißt die Augen-, Wangen-, Mund- und Halspartie mit ein. Der Eingriff soll die Mimik und den Gesichtsausdruck erhalten, um ein natürliches, jüngeres und frischeres Ergebnis zu erzielen. Dafür wird das Gesicht in unterschiedlichen Gewebeschichten gestrafft beziehungsweise angehoben. Beim oberen Facelift liegt der Fokus auf Stirn und Schläfenbereich, beim unteren auf Wangen und Hals.
Beim Halslift konzentriert sich die durchführende Person darauf, überschüssiges Fett unter dem Kinn zu entfernen. Dafür führen Chirurginnen oder Chirurgen oft einen halbmondförmigen Hautschnitt unterhalb dieser Region durch. Hängende Hautpartien, die starke Falten am Hals werfen, lassen sich beheben, indem die dortige Muskulatur gestrafft wird. Dafür wird der Muskel seitlich oder in der Mitte umgeformt und neu durch eine Naht fixiert.
Beim Brauenlift: geht es darum, die Augenpartie wieder zu vergrößern. Diese kann kleiner und damit das Gesicht insgesamt müder wirken, wenn sich die Augenbrauen über die Augen senken und so ein Schlupflid verursachen. Auch hier wird ein halbmondförmiger Schnitt am oberen Augenbrauenrand gesetzt, dabei die überschüssige Haut entfernt und die verbleibende neu vernäht und damit gestrafft.
Die Augenpartie lässt sich auch im Rahmen eines Stirnlifts glätten. Heutzutage wird dieser Eingriff häufig endoskopisch durchgeführt, wofür entlang des Haaransatzes etwa vier bis sechs kurze Schnitte gesetzt werden. In manchen Fällen reicht ein Stirnlift nicht nur aus, die Haut in der Region zu straffen, sondern gleichzeitig auch die Augenbrauen und die Lider anzuheben.
Welche Risiken bestehen bei einem Facelift?
Jede Operation geht mit Risiken einher, so auch das Facelift. Das sollte bedacht werden, wenn ein Eingriff aus rein ästhetischen Gründen gewünscht ist. Beispielsweise können im Nachgang zum Facelift Komplikationen auftreten, die möglicherweise weitere chirurgische Eingriffe oder andere medizinische Therapie erforderlich machen, die zu einem Erwerbsausfall führen können. Für diese nachfolgenden Behandlungen kann die gesetzliche Krankenkasse zunächst finanziell einspringen. Allerdings kann sie den versicherten Menschen an den Kosten beteiligen und das Krankengeld in Teilen versagen oder zurückzufordern, da die Komplikationen durch einen medizinisch nicht notwendigen Eingriff verursacht wurden.
Daneben sind nach einem Facelift folgende Risiken oder vorübergehende Beschwerden möglich. Manche klingen nach kurzer Zeit oder innerhalb weniger Wochen ab, andere müssen noch einmal ärztlich versorgt werden, zum Beispiel Nachblutungen:
- Wundinfektionen
- Blutergüsse (Hämatome)
- Taubheitsgefühle
- Spannungsgefühle
Dort, wo die operierende Person ihre Schnitte anbringt, bilden sich Narben. Da dieser neu gebildeten Haut die Haarwurzeln fehlen, bleiben diese Stellen unbehaart. Zu den schwerwiegenden Komplikationen zählt ein andauerndes Taubheitsgefühl oder bleibende Muskellähmungen. Letztere können der Grund dafür sein, dass das Ergebnis vom Wunsch der operierten Person abweicht. Beide Beschwerden entstehen beispielsweise, wenn beim Abheben des Bindegewebes von der Muskulatur größere Nerven verletzt werden. In der Regel sind Komplikationen jedoch selten.
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Was ist bei einem Facelift zu beachten?
Nach einem Facelift dauert es eine Weile, bis die Person wieder gesellschaftsfähig ist. In den ersten zwei Tagen ist in der Regel ein weicher Kopfverband nötig, um die frischen Wunden zu schützen. Drainagen leiten in der Zeit zudem noch Flüssigkeit aus dem durch den Eingriff verletzten Gewebe ab. Kurz nach der Operation es auch wichtig, den Kopf weitestgehend ruhig zu halten, um Blutungen vorzubeugen. Die Nähte werden nach spätestens zehn Tagen entfernt.
Spannungsgefühle lassen in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen nach. Etwa eine Woche später sind die Spuren der Operation wie blaue Flecken in der Regel abgeklungen, sodass es wieder möglich ist, Verpflichtungen oder Freizeitaktivitäten in Gesellschaft nachzugehen.
Um den Heilungsverlauf zu unterstützen, ist es wichtig,
- sich über einige Tage nach der OP zu schonen,
- schweres Heben zu vermeiden und
- auf Alkohol, Nikotin und Blutverdünner (Antikoagulantien) wie Acetylsalicylsäure zu verzichten.
Leichter Sport ist oft bereits ab drei Wochen möglich, Sonnenbäder erst nach etwa drei Monaten.
Veröffentlicht am: 09.01.2026
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Quellen
[1] Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie. Facelift / Gesichtsstraffung. https://www.dgaepc.de/aesthetisch-plastische-chirurgie/gesicht/facelift/
[2] Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie. Checkliste Facelift. https://www.dgaepc.de/wp-content/uploads/2024/01/facelift-info-checkliste.pdf
[3] Pschyrembel. Online. Facelifting. https://www.pschyrembel.de/Facelifting/K07FV
[4] Pérez P, Hohman MH. Mid-Face Facelift. 2023 Mar 1. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2024 Jan–.
[5] Raggio BS, Patel BC. Deep Plane Facelift. 2023 Apr 3. In: StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; 2024 Jan–.
[6] Verbraucherzentrale. Schönheitsoperationen: Krankenkassen übernehmen nur selten die Kosten. https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/aerzte-und-kliniken/schoenheitsoperationen-krankenkassen-uebernehmen-nur-selten-die-kosten-13852
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