Müdigkeit und Schläfrigkeit in den Wintermonaten sind völlig normal – fehlendes Tageslicht, mangelnde Bewegung an der frischen Luft und weniger Sonne sorgen für fehlende Lust an Aktivität und den Wunsch nach Rückzug. Da es in Mitteleuropa aber fast das halbe Jahr über kühler und dunkler ist, ist es sinnvoll etwas gegen die Wintermüdigkeit zu unternehmen.

Ein Grund für die Wintermüdigkeit ist vor allem der Lichtmangel. Je nördlicher Ihr Heimatort liegt, desto kürzer werden im Winter die Lichtstunden. Dadurch wird weniger vom Glückshormon Serotonin ausgeschüttet. Gleichzeitig reguliert die Dunkelheit auch das Schlafhormon Melatonin. Es ist zuständig für unseren Tag-Nacht-Rhythmus und reagiert direkt auf Licht. Deswegen fühlen sich viele Menschen in Vollmondnächten munterer als sonst.

Tageslicht auf Raten

Künstliches Licht ist nur ein sehr schwacher Ersatz. Lux ist die Maßeinheit für Lumen pro Quadratmeter. Im Vergleich hat Kerzenlicht 10 lux, eine Schreibtischlampe 400 lux, eine Neon-Deckenlampe 500 und Tageslicht bei klarem Himmel bis zu 100.000 lux. Grauer Winterhimmel hat immerhin zwischen 5000 und 60.000 lux. Deswegen reicht es schon, im Winter einige Minuten ins Freie zu gehen. Zuhause können Tageslichtlampen für eine Abwechslung sorgen. Ohne Sonne kann der Körper kein Vitamin D bilden. Das Vitamin und Omega-3-Fettsäuren sind an der Bildung von Serotonin beteiligt. Im Winter kann es deswegen hilfreich sein, beide Vitalstoffe zusätzlich einzunehmen.

Farbe für gute Laune

Auch Farben können das winterliche Gemüt aufhellen. Rot macht wach, erhöht die Konzentration, bringt den Kreislauf in Schwung und fördert die Durchblutung in Gehirn und Körper. Orange wirkt wärmend und baut den Geist auf. Gelb ist die Farbe, die dem Sonnenlicht am ähnlichsten ist. Es sorgt für gute Laune und macht fit. Im Winter können bunte Handtücher in kräftigen Farben morgens beim Aufstehen munter machen. Dekorative Überwürfe am Sofa oder farbige Teppiche helfen dabei, gegen das Wintergrau anzukämpfen. Auch in der Nahrung hilft bunt: oranger Kürbis hat viele Extra-Vitamine und Saft aus roten Rüben liefert wichtiges Eisen, das den Sauerstofftransport im Blut optimiert. Das sorgt für bessere Konzentration und hilft gegen Wintermüdigkeit.

Soziale Kontakte und Spaß mit Freunden

Lachen schüttet Glückshormone aus. Deswegen gibt es eigene Lach-Yoga-Kurse und das Sprichwort: “Lachen ist gesund”. Lachen versorgt das Gehirn mit Sauerstoff und verbessert die Lungenfunktion. Die Immunabwehr wird gesteigert und Stresshormone abgebaut. Lachen ist auch ein richtiges Work-out. Immerhin werden dabei 80 verschiedene Muskeln bewegt. Eine Minute Lachen wirkt im Körper wie zehn Minuten joggen oder eine halbe Stunde Entspannung. Beim unter die Leute gehen, kann man sich im Winter aber schnell mit Krankheitsviren anstecken. Sind die Abwehrkräfte geschwächt, haben Viren und Co. leichtes Spiel. Ein kleines Desinfektionsmittel in Reisegröße in der Tasche hilft hier.

Sport und Vitamine gegen Wintermüdigkeit

Auch wenn es am Anfang schwer fällt – gegen die winterliche Trägheit hilft am besten Bewegung. Ideal ist eine Rodelpartie bei Sonnenschein. Wer keine Hügel oder Berge zur Verfügung hat, kann sich mit Yoga, Schwimmen oder Pilates sanft über den Winter hinweg fit halten. Das hilft auch der Bikinifigur an den Feiertagen. Wer viel Sport macht, braucht Magnesium, um die Regeneration der Muskeln zu unterstützen und Krämpfen vorzubeugen. Ebenfalls wach machen im Winter Vitamine: Der Immunklassiker Vitamin C darf vor allem nach dem einen oder anderen Glühwein nicht fehlen.