Wochenend und Sonnenschein: Was kann es schöneres geben, als sich mit seinem frischgebackenen Familienzuwachs an der milden Frühlingssonne zu wärmen? Damit die idyllischen Stunden im Park oder auf dem Balkon ohne böses Erwachen bleiben, sollten ein paar Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Neben der richtigen Bekleidung sollten Sie auch auf spezielle Sonnencreme achten.

Fluch und Segen: Die liebe Sonne

Zarte Kinderhaut ist noch nicht dazu in der Lage, den Hautfarbstoff Melanin ausreichend zu bilden und daher auf Schutz von außen angewiesen. Sie ist obendrein um ein vielfaches empfindlicher und dünner als die von Erwachsenen und die Aktivität der Talgdrüsen ist ungleich schwächer. Erst mit zwölf Jahren ist der Eigenschutz der Haut fertig entwickelt und die Hornschicht so dick wie bei Mami und Papi. Säuglinge sollten gar nicht in die direkte Sonne und Kleinkinder unbedingt mit Kleidung, Kopfbedeckung und Creme geschützt werden. Ein hübscher Schirm am Kinderwagen schützt unterwegs und spezielle Kinderhüte, die im Nacken länger geschnitten sind, halten diese besonders empfindliche und gern vergessene Region kühl und schattig. Manche Kinder mögen keine Kopfbedeckungen: Am besten gehen Sie hier einfach mit gutem Beispiel voran. Kinder lieben es, die Großen nachzuahmen. Aber auch lange Kleidung und ein Hut lassen UV-Strahlen bis zu einem gewissen Grad durch, weswegen auch von Stoff bedeckte Stellen sorgfältig eingecremt werden sollten.

Schneeweißchen statt rosenrot: Mineralischer Sonnenschutz

Chemischer Sonnenschutz wandelt durch bestimmte Substanzen die gefährlichen UV-Strahlen in den oberen Hautschichten in Wärme um. Nun können diese Substanzen aber auch eine große Belastung für den Organismus eines kleinen Kindes sein. Produkte mit mineralischem Schutz (wie die Creme von Ladival) reflektieren die Bestrahlung auf der Haut durch Titanoxid oder Zinkoxid, was weniger oft zu allergischen Reaktionen oder anderen Nebenwirkungen führt und das Immunsystem nicht zusätzlich belastet. Allerdings ziehen diese Produkte nicht spurlos in die Haut ein und lassen die Kinder oft ein wenig angemalt aussehen. Immerhin lässt sich so aber leichter ausmachen, welche Hautpartien noch nicht eingecremt oder gar vergessen worden sind. Wir haben doch alle lieber ein lachendes Schneeweißchen als ein weinendes Rosenrot, das einen schmerzenden Sonnenbrand ertragen muss. Wer trotzdem zu einem chemischen Sonnenschutz greifen möchte, sollte zumindest auf Parabene oder Duftstoffe verzichten. (z.B. Avène Kinder-Sonnenspray SPF 50+) Ein Spray kann das oft ungeliebte Auftragen der Creme in ein lustiges Spiel verwandeln und so Schutz und Spaß vereinen.

Sonne ohne Reue für Groß und Klein

Sonne macht gute Laune und ermöglicht es unserem Körper Vitamin D zu bilden. Bei Kindern fördert Vitamin D das Wachstum und bei Erwachsenen erhöht es unter anderem die Stressresistenz, was bei Eltern nie verkehrt ist. Beim Sonnenschutz gilt es für große und ganz kleine SonnenanbeterInnen gleichermaßen folgende Regeln einzuhalten:

  • Mittagssonne meiden: Lieber zwischen 11h und 15h im Haus spielen.
  • 30 Minuten vor einem Sonnenbad oder einem Aufenthalt im Freien eincremen, damit die Wirkstoffe einziehen können.
  • Ohren, Nacken, Fußsohlen und den Haaransatz besonders sorgfältig eincremen.
  • Nach dem Schwimmen unbedingt wieder Schutz auftragen. Dies gilt auch für wasserfeste Produkte.
  • Der angegebene Schutzfaktor multipliziert die Eigenschutzzeit der Haut. Bei Kleinkindern beträgt diese max. 12 Minuten.
  • Schwitzen bedeutet Flüssigkeitsverlust. Daher unbedingt genügend Wasser oder ungesüßten Tee trinken.