Gliederschmerzen - Mögliche Ursachen und Behandlung

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Die meisten Menschen hatten schon einmal Gliederschmerzen. Die vielfältigen Ursachen reichen von harmlosem Muskelkater bis zu schweren Erkrankungen, die mit Fieber einher gehen. In vielen Fällen reichen Ruhe, Schonung, Wärme, Kälte oder einfache Medikamente aus, um die Beschwerden zu lindern. In komplizierteren Fällen richtet sich die Behandlung danach, was die Schmerzen verursacht. Dann können etwa eine Ernährungsumstellung, Operationen oder die Einnahme von Medikamenten nötig werden.
Was sind Gliederschmerzen?
Der Begriff „Gliederschmerzen“ ist weit gefasst und beschreibt Schmerzen in den Gliedmaßen, also Armen und Beinen. Diese unspezifischen Beschwerden sind weit verbreitet und können von Muskeln, Gelenken, Bändern, Nerven oder Knochen herrühren.
Wie äußern sich Gliederschmerzen?
Gliederschmerzen können nur Teile oder alle Gliedmaßen auf einmal betreffen, teilweise gehen sie auch mit Rücken- und Kopfschmerzen einher.
In einigen Fällen sind die Schmerzen stechend, in anderen ziehend oder reißend. Teilweise treten sie plötzlich auf oder halten über längere Zeit an. Manchmal treten Sie nur unter Bewegung oder Belastung auf, eventuell lassen die Beschwerden nach ein wenig Bewegung auch nach.
Welche Ursachen haben Gliederschmerzen?
Gliederschmerzen sind ein unspezifisches Symptom zahlreicher Probleme oder Erkrankungen. Sie können sowohl durch körperliche Ursachen in Muskeln, Gelenken oder Nerven ausgelöst werden als auch durch Veränderungen im zentralen Nervensystem. Besonders bei chronischen Beschwerden spielt die sogenannte „zentrale Sensibilisierung“ eine Rolle, bei der das Schmerzempfinden verstärkt und dauerhaft wahrgenommen wird.
Mögliche Ursachen für Gliederschmerzen sind unter anderem:
- Erkrankungen, die mit Fieber einhergehen wie virale Infektionskrankheiten (beispielsweise Grippe), bakterielle Infektionen wie die Leptospirose oder auch parasitäre Erkrankungen, zum Beispiel Malaria.
- Infektionen, die zu einer Gelenksentzündung (Arthritis) führen, unter anderem Lyme-Borreliose oder Infektionen mit Staphylococcus aureu, seltener auch Virusinfektionen, beispielsweise Covid-19.
- Nicht-infektiöse Gelenksentzündungen, ein Beispiel dafür ist die rheumatoide Arthritis (veraltet: Rheuma).
- Degenerative Erkrankungen (Verschleißerkrankungen) wie die Arthrose.
- Stoffwechselerkrankungen, zum Beispiel durch Komplikationen eines Diabetes mellitus (Polyneuropathie) oder eine Gichterkrankung.
- Durchblutungsstörungen, beispielsweise durch eine Thrombose oder Embolie.
- In einigen Fällen sind Schmerzen in der Schulterregion oder einem Arm Symptom eines Herzinfarkts oder einer Brustenge (Angina pectoris). In der Regel treten hier aber zusätzlich Symptome wie Schmerzen in der Brust, Engegefühl, gegebenenfalls auch Atemnot, Schwindel und Übelkeit auf.
- Weitere Ursachen, wie Fehlstellungen beziehungsweise Haltungsfehler, Verletzungen, Überlastungen (Muskelkater) Knochenschwund (Osteoporose) oder Tumorschmerzen.
Zudem zeigen aktuelle Studien, dass nach Infektionen – insbesondere nach einer COVID-19-Erkrankung – anhaltende oder wechselnde Gliederschmerzen auftreten können (Long-COVID). Diese Fälle erfordern häufig eine individuelle und ganzheitliche Behandlungsstrategie.
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Wie werden Gliederschmerzen untersucht?
Zunächst erkundigt sich der Arzt oder die Ärztin im Rahmen eines ausführlichen Arzt-Patienten-Gesprächs (Anamnese), wie lange die Schmerzen bereits bestehen, wo sie auftreten, wie sie sich anfühlen und ob es weitere Symptome gibt (z.B. Kopfschmerzen, Fieber). Auch Arbeitsbedingungen und Freizeitaktivitäten (Sport) sind unter Umständen von Interesse. In vielen Praxen kommen heute zunehmend digitale Anamnese-Tools oder vorab ausgefüllte Fragebögen zum Einsatz, um die Symptome systematisch zu erfassen und die Diagnostik zu optimieren.
Je nachdem, welche Hinweise das Gespräch liefert, führt der Arzt oder die Ärztin im Anschluss eine körperliche Untersuchung durch. Dabei betrachtet er unter anderem Gangbild und Haltung, tastet gegebenenfalls betroffene Gliedmaßen und Gelenke ab und schaut nach Anzeichen einer Entzündung (Schwellung, Rötung, Schmerzhaftigkeit, Wärme, Funktionseinschränkungen). Auch Sensorik und Muskelkraft können getestet werden, um möglichen Ursachen auf die Spur zu kommen. Moderne bildgebende Verfahren wie hochauflösender Ultraschall oder spezielle MRT-Techniken ermöglichen heute eine noch genauere Untersuchung von Weichteilen, Nerven und Gelenken.
Stehen Verletzungen oder eine Krebserkrankung im Verdacht, ist unter Umständen eine Untersuchung mit Hilfe bildgebender Verfahren (Röntgen, Ultraschall, Computer-Tomografie, Magnet-Resonanz-Tomografie) sinnvoll.
Bei einigen Erkrankungen hilft eine Blutuntersuchung weiter, beispielsweise erhöhte Harnsäure-Werte bei Gicht oder Entzündungswerte bei akuten Erkrankungen. Bei komplexen oder chronischen Fällen erfolgt die Diagnostik oft in multidisziplinären Teams mit Fachärzten für Rheumatologie, Neurologie und Schmerztherapeuten, um eine umfassende Beurteilung und Therapieplanung zu gewährleisten.
Wie werden Gliederschmerzen behandelt?
Die ärztliche Behandlung bei Gliederschmerzen richtet sich stark nach der jeweiligen Ursache.
-
- Schmerzen, die im Rahmen einer fiebrigen Erkrankung auftreten, lassen sich in der Regel durch fiebersenkende Mittel (zum Beispiel Nicht-steroidale-Antirheumatika = NSAR) lindern. Auch Arthrose-bedingte Schmerzen lassen sich mit entsprechenden Schmerzmitteln verringern.
- Nach Möglichkeit muss aber auch die zugrunde liegende Ursache behandelt werden, etwa mit Antibiotika bei bakteriellen Infektionen.
- Bei nichtinfektiösen Gelenkserkrankungen kommen Physiotherapie und Medikamente wie NSARs in Frage, gegebenenfalls auch Operationen.
Stoffwechselstörungen werden je nach Erkrankung behandelt, Gicht zum Beispiel durch eine Ernährungsumstellung sowie bei Bedarf NSARs und harnsäuresenkende Medikamente.
- Durchblutungsstörungen in Form eines Blutgerinnsels (Thrombus) in einem Blutgefäß werden je nach Größe und Lokalisation mit Hilfe blutverdünnender Medikamente (Antikoagulantien wie Heparin), seltener auch durch eine Operation (chirurgisch) behandelt.
- Bei Fehlstellungen und ungesunden Haltungen helfen gegebenenfalls spezielles Training oder orthopädische Einlagen, je nach Art und Schweregrad der Beeinträchtigung können die Maßnahmen sehr unterschiedlich sein.
- Bei Muskelkater helfen oft Ruhe oder Maßnahmen, die die Durchblutung der betroffenen Regionen anregen. Das kann mit Hilfe von Wärme, Kälte oder behutsamer Belastung geschehen. Diese einfachen Muskelverletzungen heilen allerdings innerhalb weniger Tage von alleine aus.
- Bei Osteoporose helfen unter anderem eine Ernährungsumstellung (ausgewogene Ernährung inklusive ausreichender Versorgung mit Calcium und Vitamin D) und regelmäßige Bewegung, bestenfalls im Sonnenlicht. Außerdem stehen Medikamente zur Behandlung des Knochenschwundes oder zur Linderung von Schmerzen zur Verfügung. Wenn Grunderkrankungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) zu Grunde liegen, werden diese gesondert behandelt.
- Krebserkrankungen, die Schmerzen in den Gliedern verursachen, werden je nach Lokalisation, betroffenen Strukturen und Art des Tumors mit Operationen, Chemo- oder Strahlentherapien behandelt.
Was können Sie selbst bei Gliederschmerzen tun?
Bei Erkältungen und Erkrankungen, die mit leichtem Fieber einhergehen, lassen sich die Beschwerden häufig mit Bettruhe oder rezeptfreien Medikamenten wie Ibuprofen oder Paracetamol lindern. Beachten Sie bei Anwendung entsprechender Arzneimittel die Packungsbeilage oder fragen Sie im Zweifel Arzt, Ärztin oder Apotheker, Apothekerin um Rat.
Je nach Ursache der Gliederschmerzen können auch Wärme (zum Beispiel bei Muskelkater) oder kühle Umschläge (beispielsweise bei Gicht) Linderung verschaffen.
Überlastungen und Fehlstellungen lassen sich unter Umständen durch kritische Überprüfung und Optimierung unter anderem von Arbeitsroutinen (wie der Haltung am Schreibtisch, Pausen, Anwendung von Lockerungsübungen oder Tragegurten etc.) vermeiden.
Indem Sie Übergewicht reduzieren und die Muskulatur durch regelmäßige Bewegung stärken und lockern, können Sie Fehlhaltungen vermeiden. So lassen sich unter Umständen auch Gliederschmerzen vorbeugen oder lindern.
Veröffentlicht am: 23.03.2023
Letzte Aktualisierung: 21.08.2025
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Quellen
[1]: Pschyrembel Klinisches Wörterbuch online. Gliederschmerzen unter https://www.pschyrembel.de/Gliederschmerzen/B096K/doc/
[2]: Internisten im Netz: Venenthrombose unter https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/venenthrombose/behandlung-einer-thrombose.html." Stand: August 2017.
[3]: Deutsche Rheuma-Liga: Krankheitsbild Gicht unter https://www.rheuma-liga.de/rheuma/krankheitsbilder/gicht.
[4]: Zeidler, H.: Post-COVID‑19-Arthritis. Manifestation unter dem klinischen Bild einer reaktiven Arthritis [Post-Corona-Virus-Disease‑19 arthritis. Manifestation under the clinical picture of a reactive arthritis]. Z Rheumatol. 2021 Aug;80(6):555-558. German. doi: 10.1007/s00393-021-01045-9.
[5] WHO A clinical case definition of post COVID-19 condition by a Delphi consensus, 6 October 2021 https://www.who.int/publications/i/item/WHO-2019-nCoV-Post_COVID-19_condition-Clinical_case_definition-2021.1