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Superfood Kurkuma – Was kann das gelbe Gewürz aus Südostasien?

Superfood Kurkuma

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Was ist Kurkuma?

Neben Chia-Samen, Açai- oder Goji-Beere hat sich ein weiterer Begriff auf die Liste der beliebtesten Superfoods gesellt: Kurkuma. Spätestens seitdem dem Trendgetränk „Goldene Milch“, oder auch „Kurkuma Latte“ genannt, eine heilende Wirkung nachgesagt wird, ist das gelbe Ingwergewächs Kurkuma in aller Munde. Doch nicht nur als „Goldene Milch“ soll das Gewürz gut für die Gesundheit sein. Mittlerweile gibt es zahlreiche Serviervorschläge mit Kurkuma und eine ebenso lange Aufzählung ihrer Heilwirkung.

Auch wenn die Gelbwurz, wie Kurkuma auch genannt wird, in Deutschland erst seit kurzem einen großen Hype erfährt, erfreut sich das Gewürz in der ayurvedischen Medizin bereits seit einigen Jahrtausenden großer Beliebtheit. So findet die Knolle mittlerweile nicht mehr nur als Gewürz in Speisen und Bestandteil von Curry Verwendung.

Von außen ähnelt Kurkuma der Ingwerknolle. Allerdings verbirgt sich unter der Schale ein intensives gelb. Dieses hat die Wurzel dem Farbstoff Curcumin zu verdanken. Deshalb wird die Pflanze nicht nur als Gewürz sondern auch als Farbstoff verwendet. Ihren Ursprung hat die Gelbwurz in Südostasien und ihr Konsum wurde bereits in Aufzeichnungen aus dem 7. Jahrhundert niedergeschrieben. In manchen Kulturen genoss Kurkuma sogar den Status einer heiligen Pflanze.

Welche Wirkung hat Kurkuma?

Verfechter der Kurkuma Pflanze sind sich sicher: Die Gelbwurz hat positive Wirkungen auf unsere Gesundheit und bietet eine Alternative zu chemischen Medikamenten. Sie soll sowohl Beschwerden lindern als auch vorbeugen. Deshalb wird sie in manchen Kreisen auch als Zauberknolle bezeichnet. Dafür verantwortlich ist der Inhaltsstoff Curcumin, der der Knolle nicht nur ihre Farbe und ihren Geschmack verleiht sondern auch eine medizinische Heilwirkung. Mit ihren entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften soll sie unter anderem helfen bei:

  • Verdauungsproblemen
  • Übergewicht
  • Probleme mit Haaren, Nägeln und Zähnen
  • Alzheimer
  • Krebs
  • Herzerkrankungen
  • Multipler Sklerose
  • Diabetes
  • einem erhöhten Cholesterinspiegel
  • Arthrose
  • Rheuma
  • einem hohen Blutzucker
  • Depressionen
  • Hautkrankheiten

Allerdings ist bei aller Euphorie auch etwas Zurückhaltung ratsam. Denn es gibt zwar ein paar wissenschaftlichen Studien, die die positiven Eigenschaften von Kurkuma bestätigen, allerdings stützen sich diese Thesen lediglich auf Labor- und Tierversuche. Deshalb sind sie momentan weder aussagekräftig noch automatisch auf den menschlichen Körper übertragbar.

Bisher erzielt das Gewürz die größten Erfolge bei Blähungen oder anderen Verdauungsproblemen. Bei allen anderen Symptomen und Krankheiten wird zwar eine positive Wirkung nachgesagt, aber sie ist nicht wissenschaftlich erwiesen. Deshalb sollten Sie sich bewusst sein, dass Kurkuma bei Beschwerden keinen Arztbesuch ersetzt.

Ähnlich wie Kurkuma wird auch Kreuzkümmel oder Kardamom – ebenfalls aus der indischen Küche bekannt – eine heilende Wirkung nachgesagt. So wird Kardamom ebenfalls hauptsächlich bei Verdauungsproblemen eingesetzt. Auch Kreuzkümmel soll einen verdauungsfördernden Effekt haben und dazu beitragen, Körperfett zu verlieren.

Wie ist Kurkuma einzunehmen?

Kurkuma kann in Form von Kapseln, Tabletten, Pulver oder als frische Knolle verwendet werden. Bei der Einnahme von Kurkuma-Extrakten sollte die empfohlene Dosierung nicht überschritten werden. Wer zu getrocknetem Kurkuma-Pulver oder der Verarbeitung einer frischen Kurkuma-Knolle zurückgreift, sollte drei Gramm pro Tag nicht überschreiten. Dies entspricht circa ein bis zwei Teelöffel. Die beste Wirkung wird dabei erzielt, wenn der Konsum über den Tag verteilt wird.

Am besten kombinieren Sie die Einnahme von Kurkuma mit schwarzem Pfeffer. Grund dafür ist der im schwarzen Pfeffer enthaltene Inhaltsstoff Piperin. Mit dieser Kombination kann Kurkuma besser vom Körper aufgenommen und verwertet werden. In den meisten Kapseln oder Tabletten ist bereits ein gewisser Anteil an schwarzem Pfeffer vorhanden.

Was sollte ich bei der Einnahme beachten?

Auch wenn es sich bei Kurkuma um ein pflanzliches und daher bekömmliches Mittel handelt, kann es in manchen Fällen zu Nebenwirkungen kommen. Diese treffen allerdings beim Einhalten der richtigen Dosierung selten ein.

Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

Falls Sie Kurkuma in erhöhter Dosis, also in Form von Tabletten oder Kapseln konsumieren, sollten Sie stets Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrem Apotheker halten. Auch bei Gallenwegserkrankungen , Gerinnungsstörungen oder wenn Sie gleichzeitig andere Medikamente einnehmen, sollten Sie Ihren Arzt im Vorfeld konsultieren. Schwangere, stillende Mütter und Kinder unter zwölf Jahren sollten grundsätzlich das Gewürz nicht verzehren.

Welche Rezepte gibt es?

Die Gelbwurz selbst hat einen sehr würzigen und etwas bitteren Geschmack. Deshalb wird Kurkuma meist mit anderen Zutaten kombiniert.

Mittlerweile gibt es unzählige und sehr unterschiedliche Varianten, Kurkuma zu sich zu nehmen: als Getränk oder als Gewürz in Speisen. Aber auch als Beauty-Hilfsmittel erfreut es sich immer größerer Beliebtheit.

Hier ein paar Vorschläge, wie Sie Kurkuma zuhause verwenden können:

Goldene Milch oder Kurkuma Latte

Zutaten:

  • 1 EL Kurkumapulver oder 3 cm Kurkumawurzel
  • 120 ml Wasser
  • ca. 1 cm großes Ingwerstück
  • 1 Prise gemahlene Muskatnuss
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 Prise Zimt
  • 1 TL Kokosöl
  • 350 ml Pflanzenmilch (zum Beispiel Mandelmilch)
  • bei Bedarf: 1 TL Honig (alternativ oder Ahornsirup oder Agavendicksaft)
  • Zubereitung:
  • Kurkumapulver mit Wasser in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Wenn Sie eine frische Knolle verwenden, sollte diese zuerst geschält und gerieben werden.
  • Geriebener Ingwer, Muskatnuss und schwarzer Pfeffer hinzugeben
  • So lange auf niedrigster Stufe köcheln lassen, bis eine Art Paste entsteht
  • Milch erhitzen und zur Paste geben
  • Honig oder eine eine Alternative nach Belieben dazu und mit Zimt und Kokosöl zwei weitere Minuten köcheln lassen

Erfrischungsgetränk Kurkuma-Zitrone

Zutaten:

  • 500 ml Wasser
  • eine halbe Kurkumaknolle
  • eine halbe Zitrone
  • Kurkumaknolle schälen und in Scheiben schneiden oder reiben
  • Zitrone in circa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden
  • Kurkuma und Zitrone in ein Gefäß und mit (kalten) Wasser übergießen
  • Bei Bedarf Eiswürfel hinzugeben
  • Lassen Sie das Wasser circa 20 Minuten ruhen, danach hat es den Geschmack der Kurkuma und der Zitrone angenomme

Zubereitung:

  • Kurkumaknolle schälen und in Scheiben schneiden oder reiben
  • Zitrone  in circa 0,5 cm dicke Scheiben schneiden
  • Kurkuma und Zitrone in ein Gefäß und mit (kalten) Wasser übergießen
  • Bei Bedarf Eiswürfel hinzugeben
  • Lassen Sie das Wasser circa 20 Minuten ruhen, danach hat es den Geschmack der Kurkuma und der Zitrone angenommen

Kurkuma-Ingwer-Tee

Zutaten:

  • 1 Liter Wasser
  • 1 TL Kurkumapulver oder eine 1 cm große frische Knolle
  • 1 cm große Ingwerknolle
  • Saft aus einer halben Zitrone
  • 1 EL Honig (alternativ Ahornsirup oder Agavendicksaft)
  • Geben Sie das Kurkumapulver und den geschälten und geriebenen Ingwer zusammen mit dem Wasser in einen Topf und bringen Sie alles zum Kochen. Sollten Sie eine frische Kurkumaknolle wählen, sollten Sie diese wie den Ingwer schälen und reiben
  • Schmecken Sie den entstandenen  Tee mit Zitrone ab und süßen Sie bei Bedarf mit Honig

Zubereitung:

  • Geben Sie das Kurkumapulver und den geschälten und geriebenen Ingwer zusammen mit dem Wasser in einen Topf und bringen Sie alles zum Kochen. Sollten Sie eine frische Kurkumaknolle wählen, sollten Sie diese wie den Ingwer schälen und reiben
  • Schmecken Sie den entstandenen  Tee mit Zitrone ab und süßen Sie bei Bedarf mit Honig

Kurkuma-Gesichtsmaske

Zutaten:

  • 1 TL Kurkumapulver
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Quark
  • 1 TL Milch oder Naturjoghurt
  • nach Bedarf: 1 EL Zucker oder Haferflocken für einen Peelingeffekt

Anwendung:

  • Zutaten vermischen und auf das Gesicht verteilen
  • Nach circa zehn Minuten gründlich mit lauwarmen Wasser abspülen
  • Tipp: Da Kurkuma etwas die Haut verfärbt, reinigen Sie Ihr Gesicht mit einem Einmalwaschlappen und bei Bedarf mit einem pflanzlichen Öl

Kurkuma-Haar-Maske bei Schuppen

Zutaten:

  • 1 EL Kurkumapulver
  • 50 ml natürliches Öl (zum Beispiel Kokos-, Oliven- oder Jojobaöl)

Anwendung:

  • Zutaten vermischen und vor der Haarwäsche in die Kopfhaut einmassieren
  • Maske circa 15 Minuten einwirken lassen und danach gründlich ausspülen

Expertenrat: Theresa Holler

Expertenrat

"Die Beratung und Information unserer Kunden liegt uns besonders am Herzen: Mit dem Ratgeber erhalten Sie kompaktes Apotheker-Wissen zu vielen Gesundheitsthemen – recherchiert und geschrieben von unserem Experten-Team."

Als leitende Apothekerin steht Theresa Holler mit Ihrem großen Apotheker-Team hinter unseren Ratgebern. Hier erhalten Sie immer fundiertes Wissen zu vielen verschiedenen Gesundheitsthemen. Mit dem Ratgeber von SHOP APOTHEKE können Sie sich nicht nur schnell über verschiedene Themen informieren, Sie erhalten außerdem wichtige Apotheker-Tipps zu bewährten Arzneimitteln.