Gastroenteritis - Symptome, Therapie und Ursachen

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Die Gastroenteritis, im Volksmund auch als Magen-Darm-Grippe bekannt, ist eine entzündliche Erkrankung des Magen-Darm-Trakts. Sie geht oft mit unangenehmen Symptomen wie Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen einher. Auslöser sind Krankheitserreger wie Viren und Bakterien, in seltenen Fällen spielen Gifte oder Strahlung eine Rolle. Eine infektiöse Gastroenteritis entwickelt sich meist schnell und heilt innerhalb von drei bis fünf Tagen von allein wieder aus. Mit Ausnahme von den meisten Viren gibt es gegen Bakterien und andere Mikroorganismen Medikamente. Beschwerden wie Durchfall oder Erbrechen lassen sich ebenfalls medikamentös behandeln. Darüber hinaus sollten Betroffene viel trinken und sich schonen. Gegen manche Viren, die eine Gastroenteritis verursachen können, gibt es Impfungen. Dadurch kann einer Infektion im Idealfall vorgebeugt werden.
Was ist Gastroenteritis und was löst sie aus?
Gastroenteritis ist eine Schleimhautentzündung des Magens (Gastritis) und Dünndarms (Enteritis). Manchmal ist auch der Dickdarm betroffen. Diese Erkrankung wird häufig durch Infektionen verursacht, beispielsweise durch Viren wie Rota-, Adeno-, Noro- und Sapoviren. Daher ist bei der Gastroenteritis oft von einer Magen-Darm-Grippe die Rede. Aber auch Bakterien wie Salmonellen, Campylobacter, Shigellen, Clostridien, Bazillen, Escherichia coli und Vibrio cholerae oder Parasiten wie Amöben und Giardien sowie Fadenwürmer (Trichinen) können eine Gastroenteritis auslösen.
Neben Krankheitserregern gibt es weitere Ursachen für eine Gastroenteritis. Hier spielen vor allem Reize wie Vergiftungen oder ionisierende Strahlen eine Rolle.
Ist eine Gastroenteritis ansteckend?
Eine Magen-Darm-Grippe ist in den meisten Fällen sehr ansteckend, insbesondere wenn Erreger dahinterstecken. Die Übertragung erfolgt zumeist über den oralen Weg, also durch die Aufnahme der Erreger über den Mund. Das kann durch den Verzehr von Lebensmitteln geschehen, die mit den Bakterien in Kontakt gekommen sind, oder indem verunreinigte Gegenstände wie Toilettendeckel, Türgriffe oder Einkaufswagen angefasst und die Hände beziehungsweise Finger anschließend zum Mund geführt werden. Auch beim direkten Körperkontakt zwischen Menschen können Erreger übertragen werden, zum Beispiel mit dem Speichel beim Küssen. Fachleute sprechen in solchen Fällen von einer Schmierinfektion.
Über die Luft kann ebenfalls eine Ansteckung erfolgen, indem die Erreger entweder direkt oder mit winzigen Wassertropfen – zum Beispiel ausgestoßen beim Husten – eingeatmet werden. Medizinisch wird das als Tröpfcheninfektion bezeichnet.
Die Inkubationszeit einer infektiösen Gastroenteritis ist abhängig vom Erreger. Sie liegt bei Viren zwischen zwölf und 72 Stunden und ist damit vergleichsweise kurz.
Sofern eine Magen-Darm-Grippe von folgenden Erregern ausgelöst wurde, besteht eine Meldepflicht:
- enterohämorrhagische Colibakterien (EHEC)
- Salmonella Typhi
- Vibrio cholerae
- Norovirus (Meldepflicht nur für den direkten Nachweis aus Stuhl)
- Rotavirus
Zudem besteht laut §6 IfSG (Infektionsschutzgesetz) eine Arztmeldepflicht, sofern es zwei oder mehr Krankheitsfälle gibt , bei denen vermutet wird, dass ein epidemiologischer Zusammenhang besteht.
Wie äußert sich eine Gastroenteritis?
Eine Magen-Darm-Grippe äußert sich durch unterschiedliche Beschwerden. Typische Symptome sind:

- Allgemeines Unwohlsein und Schwäche: Die meisten Personen mit einer Magen-Darm-Grippe fühlen sich schlapp und kraftlos.
- Übelkeit und Erbrechen: Häufig tritt plötzliches Erbrechen auf. Manchmal ist es lediglich ein unangenehmes Gefühl im Magen.
- Durchfall (Diarrhö): Der Stuhlgang ist wässrig und viel häufiger als normal.
- Blähungen: Durch die gestörte Verdauung bilden sich vermehrt Gase im Darm.
- Blut im Stuhl: Bei manchen Infektionen kann der Stuhl blutig sein.
- Bauchschmerzen: Krampfartige Schmerzen im Bauchraum kommen häufiger bei Gastroenteritis vor.
- Dehydrierung: Durch den Brechdurchfall kommt es mitunter zu einem erhöhten Flüssigkeits- und Elektrolytverlust. Das kann unter anderem zu Schwindel, Schwäche und Desorientierung führen.
- Fieber: Ein viraler oder bakterieller Infekt kann von leichtem bis starkem Fieber begleitet werden.
Wie wird die Diagnose Gastroenteritis gestellt?
Die Ärztin oder der Arzt wird zunächst die Symptome und die Krankheitsgeschichte erfragen (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung durchführen. Dazu gehört unter anderem, dass sie oder er den Bauch abtastet und mit einem Stethoskop abhört. Damit werden Bauch- beziehungsweise Darmgeräusche überprüft und abgeklärt, ob Schmerzen durch Druck auf den Bauch an bestimmten Stellen ausgelöst werden. So lässt sich ein erster Eindruck gewinnen, ob eventuell eine andere Erkrankung dahintersteckt.
Zusätzlich nehmen Ärztinnen und Ärzte bei Brechdurchfall eine Stuhlprobe, die auf Erreger wie Bakterien oder Parasiten getestet wird. Das wird vor allem dann gemacht, wenn die Symptome schon einige Tage andauern. Ist die Erkrankung sehr stark, bestimmen sie zudem Entzündungswerte im Blut anhand einer Blutprobe.
Besteht der Verdacht auf eine andere Erkrankung, kommen mitunter bildgebende Verfahren wie Ultraschall zum Einsatz. Damit lassen sich strukturelle Veränderungen im Darmbereich erkennen. Mithilfe einer Magenspiegelung (Ösophago-Gastroskopie) untersuchen Ärztinnen und Ärzte das Innere der Speiseröhre, des Magens und des oberen Abschnitts des Dünndarms auf mögliche Veränderungen. Die Darmspiegelung (Koloskopie) dient hingegen der Untersuchung des Darms. Von auffälligen Stellen lässt sich im Rahmen dieser endoskopischen Verfahren direkt eine Gewebeprobe (Biopsie) nehmen und anschließend labortechnisch untersuchen.
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Wie sieht die Behandlung bei Gastroenteritis aus?
Die Behandlung hängt von der Ursache ab und orientiert sich zusätzlich an den Symptomen. Bei Virusinfektionen sind es der Körper und das Immunsystem selbst, die diese bekämpfen müssen, da gegen diese Viren kaum Medikamente zur Verfügung stehen. Gegen einzelne Virustypen wie das humane Cytomegalievirus (hCMV), das zu den Herpesviren gehört, gibt es Virostatika, die allerdings nur bei Menschen mit Immunschwäche eingesetzt werden sollen. Liegt eine bakterielle Infektion vor, erhalten Betroffene in der Regel ein Antibiotikum. Gegen Parasiten gibt es ebenfalls Medikamente mit Wirkstoffen wie Nitazoxanid, Metronidazol oder Tinidazol.
Im Fokus der Behandlung steht außerdem die Symptomlinderung, unter anderem mithilfe von Medikamenten, zum Beispiel gegen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Aufgrund des erhöhten Flüssigkeitsverlusts ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zur Rehydratation besonders wichtig. Um den Körper zu schonen und das Immunsystem zu entlasten, sollten Betroffene sich außerdem Ruhe gönnen und anstrengende Aktivitäten für ein paar Tage vermeiden.
Sind toxische Substanzen oder die Wirkung von Strahlung die Ursache für die Gastroenteritis, gilt es, diese Auslöser unverzüglich zu meiden. Betroffene sollten bei Verdacht nach Möglichkeit ärztlichen Rat einholen.
Eine Operation ist nur selten angezeigt, kann aber bei Infektionen zum Beispiel mit Clostridien, die schwere Schäden am Darm verursachen können, notwendig sein.
Was können Sie selbst bei Gastroenteritis tun?
Es gibt verschiedene Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um eine Magen-Darm-Grippe zu verhindern, deren Verbreitung zu begrenzen und die Beschwerden zu lindern. Dazu gehören vor allem:
- Gute Hygiene: Waschen Sie sich regelmäßig die Hände, besonders vor dem Essen. Halten Sie Abstand zu anderen Personen, und vermeiden Sie engen Körperkontakt, wenn Sie selbst erkrankt sind.
- Leichtverdauliche Kost: Bei einer Magen-Darm-Grippe fällt es vielen Betroffenen schwer, Nahrung zu sich zu nehmen oder bei sich zu behalten. Vermeiden Sie in solchen Fällen fettige und schwer verdauliche Speisen. Es ist zudem ratsam, eher kleine Portionen zu essen.
- Flüssigkeitszufuhr: Trinken Sie ausreichend, um den Flüssigkeitsverlust zu kompensieren. Bevorzugt nehmen Sie Wasser oder Tees zu sich, die beruhigend auf den Magen und Darm wirken.
- Wärme: Bei Bauchschmerzen und Krämpfen kann ein Wärmekissen oder eine Wärmflasche beruhigend auf Magen und Darm wirken und die Schmerzen lindern.
Eine Gastroenteritis ist unangenehm, aber in den meisten Fällen nicht lebensbedrohlich. Bei anhaltenden Beschwerden, also Symptomen, die mehr als zwei oder drei Tage andauern, sollten Sie jedoch eine ärztliche Praxis aufsuchen.
Veröffentlicht am: 12.01.2026
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Quellen
[1] S2k-Leitlinie Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e. V. (DGVS). Gastrointestinale Infektionen. AWMF-Registernr.: 021-024
https://register.awmf.org/assets/guidelines/021-024l_S2k_Gastrointestinale_Infektionen_2023-11_1.pdf
[2] Pschyrembel. Online. Infektiöse Gastroenteritis. https://www.pschyrembel.de/Infekti%C3%B6se%20Gastroenteritis/K08GK (letzter Abruf: 23.02.2024)
[3] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Magen-Darm-Infektionen. https://www.infektionsschutz.de/infektionskrankheiten/krankheitsbilder/magen-darm-infektionen/
[4] Robert Koch-Institut (RKI). Norovirus-Gastroenteritis. https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Noroviren.html
[5] Lentze MJ. Akute Gastroenteritis und postenteritisches Syndrom. Pädiatrie. 2014:1093–8. German. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7123243/
[6] Deutsche Familienversicherung. Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis): Ursachen, Symptome, Therapie. https://www.deutsche-familienversicherung.de/krankenhauszusatzversicherung/ratgeber/artikel/magen-darm-grippe-gastroenteritis-ursachen-symptome-therapie/
[7] Gelbe Liste Pharmindex. Norovirus-Gastroenteritis. https://www.gelbe-liste.de/krankheiten/norovirus-gastroenteritis
[8] Magen-Darm Infektionen https://www.infektionsschutz.de/infektionskrankheiten/krankheitsbilder/magen-darm-infektionen/
[9] Gastroenteritis https://flexikon.doccheck.com/de/Gastroenteritis
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