Rote oder trockene Augen, Bindehautentzündungen und Sehstörungen belasten den Alltag sehr. Durch einen bewussten Lebensstil können wir aber dazu beitragen, unser wichtiges Sinnesorgan präventiv und nachhaltig zu schützen.

Auf Ursachenforschung: gereizte, trockene Augen

Der schützende Tränenfilm wird aufgerissen, so dass die empfindliche Augenoberfläche relativ häufig mit der direkten Umgebungsluft in Kontakt kommt. Horn- bzw. Bindehaut können dadurch austrocknen. Die Augen röten sich dadurch, was wiederum zu Brenn- und Juckreiz führen kann. Aber wie kommt es überhaupt zu trockenen und gereizten Augen? Auch bei gesunden Augen variiert die Tränenflüssigkeit täglich. Bei trockenen Augen handelt es sich meist um eines der folgenden drei Szenarien: die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit hat sich verändert, die tägliche Anzahl des Lidschlags hat nachgelassen oder es wird nicht mehr genug Tränenflüssigkeit produziert.

Diese Faktoren reizen Ihre Augen!

Viele Umweltfaktoren wie die Ozonbelastung oder Abgase liegen zu großen Teilen außerhalb Ihrer Macht. Indem Sie aber Ihren Alltag auf die folgenden Einflussfaktoren überprüfen, können Sie schon viel gegen trockene Augen unternehmen. Nicht immer erlauben es uns der Job, die Lebenseinstellung oder körperliche Voraussetzungen für die perfekten Bedingungen zu sorgen. Diese Aspekte sollten Ihnen aber dennoch ein Dorn im Auge sein:

  • UV-Strahlung: Schützen Sie nicht nur Ihre Haut, sondern auch Ihre Augen vor extremer Sonnenbelastung!
  • Heizungsluft: Klimaanlagen und Heizungen senken die Luftfeuchtigkeit im Raum und stehen oft in Zusammenhang mit trockenen Augen.
  • Flimmernde Bildschirme: Ein Alltag ohne sie ist kaum mehr denkbar. Ihr negativer Einfluss auf die Haut ist jedoch auch unumstritten. Das Monitorgeflimmer von Handys, Computern und Fernsehern minimiert die Anzahl der Lidschläge und damit auch die Erneuerung des Tränenfilms.
  • Kontaktlinsen: Unter Kontaktlinsenträgern ist das Sicca-Syndrom bekannt. Durch die zusätzliche Schicht auf dem Auge kann sich die Oberfläche schneller erwärmen und die Tränenflüssigkeit verdunsten.
  • Vitamin A-Mangel: Insbesondere Vitamin A kann die Zellen der Augenoberfläche beeinflussen. Aber auch ein Vitamin C-Mangel kann in Zusammenhang mit der Augenflüssigkeit und Trübung der Linse stehen. Insgesamt ist eine ausgewogene Ernährung sehr wichtig für Ihre Augen-Gesundheit.
  • Tabak und Alkohol: Die üblichen Übeltäter wirken sich auch negativ auf die Augen aus. Während ein sehr hoher Alkoholkonsum und Hochprozentiges trockene Augen begünstigen können, vermindert Rauchen die Blutversorgung von Sehnerv und Netzhaut.

Nicht nur das Vermeiden dieser Einflussfaktoren, sondern auch ausreichend Bewegung und Schlaf verhelfen Ihren Augen zu bester Gesundheit. Eine gute Durchblutung und ausreichend Entspannung ermöglichen nicht nur Körper und Geist, Stress abzubauen. Auch Ihre Augen profitieren davon, indem der Augeninnendruck gesenkt, die Augenmuskulatur entspannt sowie die Blutversorgung des Sehnervs angekurbelt wird.

Augenschmerzen und Sehstörungen – wann zum Arzt?

In einigen Fällen reichen Augentropfen aus, um gegen trockene Augen vorzugehen. Nicht immer handelt es sich aber bei trockenen Augen um ein kurzes und unkompliziertes Unterfangen. Hinter Trockenheit, Rötungen, Augenschmerzen oder gar Sehstörungen können sehr vielfältige Ursachen, Symptome und Formen lauern. Auch diverse Medikamente oder Erkrankungen können hinter Augenproblemen stecken. Sie sollten in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Denn: die Früherkennung bleibt in jedem Fall unersetzbar. Lidprobleme, Bindehautentzündungen und Hornhauterkrankungen können bei frühzeitiger Diagnose gut behandelt werden. Aber auch bei anderen Sehstörungen durch Erkrankungen der Linse, Iris, Pupille, Netzhaut oder des Sehnervs etc. sollten Sie nie zögern, einen Termin beim Augenarzt zu machen.