Seit einigen Jahren mehren sich Produkte wie Basenpulver, Basenmüsli oder Basenbäder in den Regalen der Reformhäuser und Thermen und Hotels werben mit Basenfasten und Basenkochkursen. Was hat es mit diesem Trend auf sich? Muss man ihn mitmachen? Lesen Sie unsere kurze Zusammenfassung der Basen Basics.

Wichtige Körperpolizei: Der Säure-Basen-Haushalt

Unser Blut hat einen pH-Wert von 7,4, der im Idealfall auch so bleibt. Eine geringe Übersäuerung ist eine Zivilisationskrankheit, die aus schlechten Ernährungsgewohnheiten und/oder ungesundem Life Style resultiert. Übermäßiger Alkohol-, Zigaretten- und Kaffeegenuss führt zu einer temporären Übersäuerung des Körpers und mangelnde Bewegung und Stress verlangsamen den Stoffwechsel beim Abbau der überschüssigen Säuren. Basische Lebensmittel haben Mineralstoffe, welche Säuren neutralisieren können, indem sie die freigesetzten H+-Ionen binden. Werden zu wenig organisch gebundene Mineralstoffe extern zugeführt, kann es sein, dass der Organismus sich aus den körpereigenen Reservoirs bedient. Das kann zu Mangelerscheinungen wie brüchigen Nägeln, unreiner Haut, allgemeiner Müdigkeit und Haarausfall führen.

Saure Lebensmittel sind neben den bereits erwähnten Genussmitteln:

  • Fisch und Fleisch
  • Milchprodukte
  • Nudeln
  • Reis
  • Brot
  • Zucker
  • Honig

Basische Lebensmittel sind das meiste Obst und Gemüse. Auch Zitrusfrüchte, Essig und Sauermilchprodukte wirken, trotz der enthaltenen Säure, basisch. Vor allem Kartoffeln und Kräuter können Säuren neutralisieren und puffern. Ebenfalls wichtig ist eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit. Am besten mit dem Trinken von Kräutertees, Mineralwasser oder auch fertigen Basendrinks.

Hangoverkiller Basenpulver

Im Winter gibt es vermehrt Anlässe, zu denen in Gesellschaft Alkohol getrunken wird. Wer ein bis zwei Löffel hochwertiges Basenpulver in einem Glas Wasser auflöst und vor dem Schlafengehen trinkt, unterstützt den Körper bei der Entgiftung und ist am nächsten Tag frisch und hat keinen lästigen Kater.

Was ist ein Basenmüsli?

Die Heilpraktikerin Sabine Wacker gilt als die Erfinderin von Basenkuren und Basenmüsli. Dies ist keine eigene Müslisorte, sondern eine Kombination von unterschiedlichen Getreideflocken, die basisch wirkende Inhaltsstoffe wie Kaliummalat, Calciumcarbonat und Magnesiumcitrat beinhalten. Zusätzliche können geriebene Erdmandeln, Flohsamen und Braunhirse, je nach Belieben, dazu gemischt werden. Das Müsli wird mit frischem Obst und mit Soja-, Hafer oder Reismilch angerührt. Vorsicht: Basenmüsli kurbelt bei manchen Menschen die Verdauung extrem schnell an an und sollte nicht kurz vor dem Verlassen des Hauses verspeist werden.

Basenwellness zuhause: Schön und gesund mit Basenbädern

Unser Stoffwechsel kann mit dem Abbau von Salzen, die bei einer Übersäuerung anfallen, manchmal überfordert werden. Die nicht abgebauten Salze werden im Bindegewebe eingelagert, was zu unschönen Falten und sogar Cellulite führen kann. Ein Basenbad kann hier Abhilfe schaffen. Säureschlacken werden abgebaut und durch die entspannende Wirkung Stress reduziert. Sie sollten unbedingt um die 40 Minuten im Badewasser, das nicht über 37 Grad haben sollte, verweilen, da die Säureausscheidung erst nach 30 Minuten beginnt. Die Haut wird aber nicht schrumpelig wie sonst, trotzdem sollte die Haut nach dem Bad sorgfältig eingecremt werden (z.b. mit Kokosöl). Nehmen Sie sich nach einem Basenbad im Idealfall nichts vor und suchen Sie gleich das Bett auf, da die Ankurbelung des Stoffwechsels eine anstrengende Angelegenheit ist.