Nach dem Kämmen ein paar Haare in der Bürste zu finden, kennt wahrscheinlich jeder. Ab wann spricht man aber von krankhaftem Haarausfall und welche verschiedenen Formen gibt es? So lassen Sie Ihre Haare wieder sprießen!

Normaler vs. krankhafter Haarausfall

Ein Haarknäuel in der Dusche, ein einzelnes Haar im Waschbecken und ein paar weitere am Fußboden? Das ist ganz normal und fällt nicht unter die Kategorie des krankhaften Haarausfalls. Erst bei einem Haarverlust ab etwa 100 Haaren pro Tag verlieren Sie langsam nicht mehr die normale Haarmenge pro Tag. In den meisten Fällen ist Besorgnis jedoch zunächst fehl am Platz, da – je nach Ursache – auch die richtige Ernährung und Pflege bereits wieder zur vollen Haarpracht verhelfen können. Problematisch wird es erst dann, wenn das nachwachsende Haar nur spärlich nachkommt und nach kurzer Zeit direkt wieder ausfällt.

Ursachen und Formen von Haarausfall

Das Haarausfallmuster gibt oft Aufschlüsse über die mögliche Ursache des Haarverlusts. Auch wenn es sich bei Haarausfall um eine sehr individuelle Angelegenheit handelt, kann zwischen drei dominanten Formen unterschieden werden:

  1. Anlagebedingter Haarausfall: Sofern Sie unter erblich bzw. hormonell bedingtem Haarausfall leiden, gehören Sie zu der Mehrheit aller Betroffenen. Dennoch ist dieser Art des Haarverlusts – gerade bei zunehmendem Alter oder bei einer genetischen Überempfindlichkeit auf Testosteron – keinesfalls krankhaft. Insbesondere der anlagebedingte Haarverlust kann jedoch verlangsamt werden, indem Sie durch Minoxidil-haltige Pflegeprodukte von Regaine die Aktivität der Haarwurzel wieder anregen.
  2. Diffuser Haarausfall: Wird das Haupthaar über den gesamten Kopf verteilt immer lichter und dünner, kann dies verschiedene Ursachen haben – wie beispielsweise Diäten, Medikamente, Mangelerscheinungen (Eisen, Zink, Kupfer, Eiweiß etc.) sowie Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Infektionskrankheiten. Auslöser können hierbei aber auch häufig psychischer Natur sein oder in Umwelteinflüssen liegen.
  3. Kreisrunder Haarausfall: Bei dieser Form des Haarausfalls, der zu runden nahezu ausgestanzten freien Stellen am Kopf führt, wird häufig von einer Autoimmunerkrankung ausgegangen. Inwiefern und warum sich der eigene Körper jedoch gegen den eigenen Körper wehrt, bleibt jedoch weiterhin wenig erforscht.

Diagnose Haarausfall: Was tun?

Zwischen einem möglichen auslösenden Erlebnis und dem tatsächlichen Haarausfall kann viel Zeit vergehen. Die Phasen des Haarausfalls können dabei auch variieren – vorübergehende Brüchigkeit und Dünne der Haare ist ebenso möglich wie ein massives Haarausfallen nach einer längeren Ruhephase. Als Ansprechpartner sollten Sie zunächst Ihren Hautarzt kontaktieren, der nach weiteren Symptomen und möglichen Auslösern fragen wird. Blickdiagnosen, ein Zupftest oder auch verschiedene Untersuchungen unter dem Mikroskop können Aufschluss über die Ursachen und möglichen Therapieformen geben. Bei weitem nicht jeder Haarausfall muss jedoch therapiert werden. Mit einer ausgewogenen Ernährung, einer Umstellung der Haarpflegeprodukte oder dem Schutz vor Hitze, UV-Strahlung und strapaziösen Stylingprozeduren können Sie Ihrem Haar mit etwas Geduld wieder zu voller Pracht verhelfen.