Dyshidrose - Behandlung, Ursache und Symptome

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Die Dyshidrose ist eine Hauterkrankung, die akut oder chronisch verläuft. Kennzeichnend sind kleine Bläschen, die mit einer Hautrötung einhergehen und stark jucken. Sie treten in erster Linie an den Händen, seltener an den Füßen oder in beiden Körperbereichen auf. Nach wenigen Tagen trocknen sie ein und hinterlassen dabei kranzförmige Schuppen. Die Ursache der Erkrankung ist nicht geklärt, allerdings sind einige Auslöser bekannt, zum Beispiel starkes Schwitzen oder Allergene. Behandelt wird entzündungshemmend mit Glukokortikoiden, zusätzlich ist eine rückfettende Hautpflege sinnvoll.
Was ist eine Dyshidrose?
Bei einer Dyshidrose, die auch als dyshidrotisches Ekzem bezeichnet wird, kommt es zu stark juckenden Bläschen und Hautrötungen. Diese treten in erster Linie an Stellen wie den Handflächen, Fingern, Fußsohlen und Zehen (auch Leistenhäute genannt) auf.
Bei etwa fünf bis 20 Prozent aller Personen, die mit einem Hautausschlag an der Hand in der hautärztlichen Praxis vorstellig werden, handelt es sich um eine Dyshidrose. Dabei sind alle Altersklassen und Geschlechter gleich häufig von der Erkrankung betroffen. Begünstigt wird dieses Ekzem durch warme Temperaturen im Frühjahr und Sommer oder warm-feuchtes Klima.
Wie äußert sich eine Dyshidrose?

Die Dyshidrose äußert sich durch Hautrötung und Juckreiz an den Handflächen, Fußsohlen und den jeweiligen Seitenkanten. Dazu bilden sich Bläschen zu 80 Prozent nur an den Händen, seltener sind gleichzeitig Hände und Füße oder nur die Füße betroffen. Die Erkrankung verläuft akut oder in Schüben. In der Regel beginnen die Beschwerden plötzlich.
Die Bläschen werden zwischen 0,1 und 0,3 Zentimeter groß. In der Regel platzen sie nicht auf, sondern trocknen innerhalb weniger Tage ein. Dabei hinterlassen sie eine rötlich glänzende Hautoberfläche mit oft rundlicher Schuppung. In manchen Fällen treten die Bläschen so klein und symptomlos auf, dass die Erkrankung oder der Schub erst auffällt, wenn sie nach dem Austrocknen die Schuppenkränze hinterlassen. Bei einem schweren Verlauf der Dyhidrose (Pompholyx) bilden sich deutlich größere Bläschen aus.
Was verursacht eine Dyshidrose?
Die Ursache der Dyshidrose ist häufig unklar. Allerdings scheint sie durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren begünstigt zu werden. In Betracht kommen bereits vorliegende Risikofaktoren wie
- eine familiäre Vorbelastung,
- eine Hauterkrankung, z. B. eine atopische Dermatitis, auch Neurodermitis genannt,
- Allergien, z. B. gegen Metalle wie Nickel, oder Seifen und Waschmittel, oder
- verschiedene Hautinfektionen mit Pilzen oder Bakterien.
Eine Dyshidrose kann auch durch Umwelteinflüsse begünstigt werden wie
- dauerhafter Kontakt zu Flüssigkeiten, welche die Haut reizen können, wie warmes oder kaltes Wasser, Lösungsmittel oder Seife, z. B. auf der Arbeit,
- eine HIV-Infektion,
- Rauchen,
- Stoffe oder Allergene, welche die Haut bei Kontakt reizen oder
- emotionaler Stress.
Bei längerem Verlauf kann es zu weiteren Veränderungen kommen. So bilden sich an den Fingernägeln oft unregelmäßige Furchen, Verdickungen und Erhebungen, die quer über den Nagel verlaufen. Zudem zeigen sich auf der Haut häufig starke Schuppen oder dicke Plaques aus Hautplatten. Die Dyshidrose wird oft von weiteren Ekzemen begleitet, sodass es zu trockenen oder nässenden Hautstellen kommen kann, welche die Haut weiter reizen, zum Beispiel zwischen den Fingern.
Wie wird die Diagnose Dyshidrose gestellt?
Bei einem Hautausschlag ist die dermatologische Praxis die erste Anlaufstelle. Das Erscheinungsbild der Dyshidrose ist typisch, dennoch wird die ärztliche Fachkraft zunächst die Krankengeschichte (Anamnese) erheben. Dafür begutachtet sie die Haut und erfragt etwa
- die Beschwerden,
- die Vorerkrankungen oder
- bekannte Allergien.
So lassen sich oft bereits mögliche Ursachen für den Hautauschlag eingrenzen. Um einen ersten Verdacht zu bestätigen und um andere, ähnlich aussehende Hauterkrankungen auszuschließen oder einen möglichen Auslöser zu ermitteln, kommen weitere Untersuchungen infrage. Dazu zählen
- ein Allergietest (Epikutantest), um eine Kontaktallergie aufzudecken,
- das Anlegen einer Bakterien- oder Pilzkultur nach einem Hautabstrich,
- die mikroskopische Untersuchung von Hautabstrichen oder
- eine Untersuchung mithilfe einer sogenannten Polymerase-Kettenreaktion (engl. Polymerase-Chain-Reaction [PCR]), mit der sich ein möglicher Erreger anhand seiner Erbinformation identifizieren lässt.
Wie sieht die Behandlung bei einer Dyshidrose aus?
Löst eine Allergie die Dyshidrose aus, ist es sinnvoll, die Allergene künftig zu meiden. Dies gilt auch für andere bekannte Auslöser der Symptome. Das Ziel der Behandlung ist es, die Entzündungsreaktion einzudämmen. Dazu verschreiben ärztliche Fachkräfte in der Regel Glukokortikoide. Medikamente, die diesen Wirkstoff enthalten, werden umgangssprachlich als Kortison bezeichnet. Je nach ärztlicher Empfehlung, wird dieses anfangs ein- bis zweimal täglich auf die betroffenen Stellen aufgetragen und nach etwa drei Wochen gegen ein schwächeres Präparat ausgetauscht.
Für die Behandlung ist auch eine sorgfältige Hautpflege wichtig. Eine regelmäßig aufgetragene rückfettende Creme sorgt dafür, dass die Haut nicht austrocknet, und lindert so die Schuppenbildung. Antihistaminika verhindern, dass das Immunsystem auf Allergene überreagiert und so weitere Hautirritationen auslöst. Verläuft die Erkrankung chronisch, kommt möglichweise ein Medikament wie Tacrolimus zum Einsatz, das das Immunsystem beeinflusst und Entzündungsreaktionen vermindert (Immunsuppressivum).
Was können Sie selbst bei einer Dyshidrose tun?
Wenn Ihnen die Auslöser für die Dyshidrose bekannt sind, ist es wichtig, die Auslöser zu meiden. Hilfreich ist es auch, zugrunde liegende Erkrankungen behandeln zu lassen. Achten Sie zudem auf eine ausreichende Hautpflege. Das bedeutet unter anderem, die Haut nach dem Händewaschen sorgfältig zu trocknen und mit einer ausreichend rückfettenden Handcreme zu pflegen.
Veröffentlicht am: 27.07.2026
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Quellen
[1] Pschyrembel. Online. Dyshidrotisches Hand-Fuß-Ekzem. https://www.pschyrembel.de/Dyshidrotisches%20Hand-Fu%C3%9F-Ekzem/K06DJ
[2] Pschyrembel. Online. Hautleisten. https://www.pschyrembel.de/Hautleisten/K09J4/doc/
[3] Deximed Hausarztwissen online. Patienteninformation. Dyshidrosis. https://deximed.de/home/klinische-themen/haut/patienteninformationen/blasen-und-blaeschen/dyshidrosis
[4] gesund.bund.de. Dyshidrotisches Ekzem. https://gesund.bund.de/dyshidrotisches-ekzem
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