Wenn der Bauch zwickt: Bauchschmerzen bei Kindern.

Wenn der Bauch zwickt: Bauchschmerzen bei Kindern.

Bauchschmerzen sind bei kleinen Kindern keine Seltenheit. Die Ursachen können vielfältig sein und reichen von Infekten über Lebensmittel-Unverträglichkeiten bis hin zu funktionellen Beschwerden. Auch können Aufregung, Angst oder Freude bei den Kleinen Bauchschmerzen auslösen. In unserem aktuellen Beitrag erfahren Sie mehr über das Thema Bauchweh bei Kindern und wie Sie Ihrem kleinen Schatz helfen können.

Was Kindern bei Bauchschmerzen gut tut.

Oft helfen bei Bauchschmerzen schon die guten alten Hausmittel. Eine Wärmflasche, eine leichte Bauchmassage oder auch eine Tasse Fenchel-, Anis- oder Kümmeltee haben sich hier bewährt. Bei Bauchschmerzen ist für Ihr Kind aber eins ganz besonders wichtig: Mamas Zuwendung. Nehmen Sie Ihr Kind in den Arm, lesen Sie ihm eine Geschichte vor oder hören Sie beruhigende Musik, all das kann den Kleinen bei Bauchweh gut tun.

Wenn Blähungen der Grund sind.

Blähungen entstehen durch Gasbildung im Magen-Darm-Trakt und sind in der Regel harmlos, können allerdings auch zu Bauchschmerzen führen. Kleinkinder, die viele Vollkornprodukte, Gemüse und Obst essen, neigen, genau wie wir Erwachsenen, eher zu Blähungen. Wenn Ihr Kind also durch Blähungen vermehrt an Bauchschmerzen leidet, können Sie einiges zur Vorbeugung und Linderung tun.

  • Massieren Sie z.B. mit Kümmelöl leicht den Bauch Ihres Kindes, immer im Uhrzeigersinn um den Nabel herum.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Kind mit Zeit und Ruhe isst und die Speisen auch gut kaut.
  • Verzichten Sie auf Getränke mit Kohlensäure und zu üppige Mahlzeiten.
  • Eine Tasse Fenchel-, Anis und Kümmeltee kann hier wohltuend wirken.
  • Verzichten Sie auf stark blähende Lebensmittel, wie z. B. Kohl oder Hülsenfrüchte.
  • Kleine Übungen, wie auf dem Rücken liegend mit den Beinen Rad fahren oder eine Kerze machen, können die Blähungen lösen.

Wenn Verstopfung der Grund ist.

Wie oft Kinder Stuhlgang haben, ist von Kind zu Kind verschieden. Während einige Kinder mehrmals am Tag „können“, haben andere nur alle paar Tage Stuhlgang. Ist der Stuhlgang eher fest und ihr Kind „kann“ nur einmal in der Woche und setzt den Stuhl unter Umständen auch nur unter großer Anstrengung oder sogar mit Schmerzen ab, spricht man von einer Verstopfung.

So können Sie einer Verstopfung bei ihrem Kind vorbeugen:

  • Das Kind sollte sich bewegen, viel trinken und sich Zeit lassen während dem Absetzen des Stuhls
  • Durch die Einführung von festen Zeiten für den Toilettengang, kann der Darm „erzogen“ werden
  • Bei zu hartem Stuhl hilft eine ballaststoffreiche Ernährung
  • Gut bewährt haben sich auch Leinsamen, Weizenkleie und Naturjoghurt, immer verbunden mit einem extra Glas stillem Mineralwasser oder ungesüßtem Tee
  • Auch entspannende Bäder und Bauchmassagen können förderlich sein

Wenn eine Lebensmittelunverträglichkeit der Grund ist.

Eine Empfindlichkeit gegenüber Nahrungsmitteln (besonders Laktoseintoleranz) kann zu Krämpfen und Blähungen im Bauch führen. Die Laktoseunverträglichkeit kommt sehr häufig vor und ist Generationen übergreifend. Wenn Sie denken, dass Milch der Grund für die Bauchschmerzen sein könnte, sollte Ihr Kind einige Tage auf den Verzehr von Milch und Milchprodukte verzichten. Verschwinden die Symptome, sollte Ihr Kind diese Nahrungsmittel wieder zu sich nehmen. Treten die Beschwerden dann erneut auf, sprechen Sie bitte mit Ihrem Kinderarzt, wie Sie die Ernährung Ihres Kindes umstellen können, so dass Ihr Kind trotzdem alle wichtigen Nährstoffe erhält.

Ab wann Bauchschmerzen ernst sind.

Blähungen, Verstopfung, falsches Essen – es gibt also einige „harmlose“ Gründe für Bauchschmerzen bei Kindern, es kann aber auch einen ernsteren Grund geben.

Wenn Ihr Kind blass ist, anhaltend schreit oder weint, der Bauch sehr hart, stark gewölbt oder eingezogen ist, können das Anzeichen für starke Bauchschmerzen sein. Kontrollieren Sie in diesem Fall, ob Ihr Kind Fieber hat. Versuchen Sie es zu beruhigen und etwas Tee zu geben, wenn sich die Schmerzen nach kurzer Zeit nicht deutlich bessern, sollten Sie Ihren Kinderarzt aufsuchen.

Ab wann zum Kinderarzt?

  • Wenn ihr Kind akute starke Bauchschmerzen hat
  • Wenn die Bauchschmerzen nach kurzer Zeit nicht deutlich nachlassen oder wiederholt auftreten
  • Wenn gleichzeitig Durchfall, Fieber oder Erbrechen auftreten
  • Wenn sich die Bauchdecke sehr hart anfühlt
  • Wenn sich ihr Kind nicht beruhigen lässt und sehr schlapp ist
  • Wenn die Bauchschmerzen schon länger ohne erkennbaren Grund bestehen

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