Oft treten sie kurz nach dem Füttern auf: Das Baby wird unruhig, weint, schreit herzzerreißend und lässt sich kaum beruhigen – die Rede ist von 3-Monats-Koliken, die wie der Name schon sagt, in den ersten Lebensmonaten der Säuglinge auftreten können. Jungen sind dabei häufiger betroffen als Mädchen. Wir haben Ihnen hier Wissenswertes zum Thema zusammengestellt.
Anzeichen für eine 3-Monats-Kolik
Meist treten die Koliken ab dem späten Nachmittag und am Abend auf. Die Babys beginnen manchmal damit bereits während des Trinkens oder kurz danach. Der Bauch macht gluckernde Geräusche. Oft zeigen Säuglinge bei einer Kolik folgende Anzeichen:
- Beinchen werden abwechselnd an- und wieder abgestoßen
- Überstrecken des Körpers
- Wedeln mit den Ärmchen
- Die Händchen sind zu Fäusten geballt
- Schreiattacken und hochrotes Gesicht
Mögliche Ursachen für 3-Monats-Koliken
Es gibt viele Vermutungen für die Koliken, die genauen Ursachen sind jedoch nicht geklärt. Unter Verdacht, die 3-Monats-Koliken auszulösen, stehen:
- Der unausgereifte Darm des Babys, der sich erst noch an die Nahrung gewöhnen muss
- Durch zu hastiges Trinken an der Brust kann Luft im Verdauungstrakt landen
- Stresshormone der Mutter, die über die Milch aufgenommen werden
- Die Ernährung der stillenden Mutter kann eine blähende Wirkung haben
Babys Bauch entkrampfen: Massage & Fliegergriff.
Um Ihrem kleinen Schatz ein wenig Linderung zu verschaffen, können Sie den Bauch sanft mit der flachen Hand im Uhrzeigersinn rund um den Nabel herum reiben. Verwenden Sie dafür am besten ein Babyöl. Durch die Massage kann das Baby entspannen und eventuelle Blähungen gehen ab. Auch der sogenannte Fliegergriff kann dem Baby helfen: Legen Sie Ihren Säugling dafür bäuchlings auf Ihren Unterarm und tragen Sie ihn ein wenig herum. Die Wärme Ihres Unterarms, die Bewegung und der sanfte Druck auf den Bauch können auch dafür sorgen, dass lästige Luft aus dem Darm abgeht.
Das tut gut: Tee & Wärme.
Wärme wirkt immer entspannend und entkrampfend – so können Wärmflasche oder Kirschkernkissen bei Ihrem kleinen Schatz wahre Wunder bewirken. Ebenfalls entkrampfend wirken bestimmte Tees, wie Kümmel- oder Fenchteltee. Nach Absprache mit der Hebamme können Sie den Tee auch unter die abgepumpte Muttermilch oder Pre-Milch mischen.
Weitere Maßnahmen auf einen Blick
- Baden Sie Ihr Baby bei 38 Grad, am besten in einem Badeeimer, damit die Beinchen frei strampeln können.
- Windsalbe oder Bauchweh-Öl sanft kreisend einmassieren
- Die Beinchen des Babys wie beim Fahrradfahren bewegen
- Tropfen gegen Blähungen vor jeder Mahlzeit verabreichen. Die Tropfen werden nicht vom Körper aufgenommen sondern lösen im Darm nur die Luftbläschen auf
- Babys während der Mahlzeit aufstoßen lassen
- Bei Flaschen nur Sauger mit kleinen Sauglöchern verwenden
- Stillkinder eventuell sitzend auf dem Bein der Mutter stillen
Wenn Hausmittel nicht mehr helfen…
Haben Sie das Gefühl, dass alle diese Maßnahmen nicht helfen, können Sie Ihr Baby nach Rücksprache mit dem Arzt oder der Hebamme auch mit einer Reihe von homöopathischen Mitteln, wie z. B. homöopathischen Zäpfchen unterstützen.

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