Gesunde Chips und Alternativen im Überblick

Sie greifen abends zur Chipstüte und haben im Nachhinein ein schlechtes Gewissen – weil Sie merken, wie viel Salz und Fett Sie da eigentlich konsumiert haben? Dann geht es Ihnen wie vielen Menschen. Chips gehören zu den beliebtesten Snacks überhaupt, aber leider auch zu den ungesündesten. Hoher Gehalt an Acrylamid, zahlreiche Zusatzstoffe, wenig Ballaststoffe und geringe Nährstoffdichte. Doch es geht auch anders. Hersteller bringen kreative, teils überraschend leckere Produkte in die Regale. Von knusprigen Linsensnacks über Gemüsechips bis hin zu proteinreichen Ofenvarianten: Leckere und gesunde Alternativen zu Chips finden sich in jedem Supermarkt.
Sie wollen beim Fernsehen lecker knuspern, aber bewusst? Sie suchen salzige Snacks ohne schlechtes Gewissen? Dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Nicht jeder Snack, der als „gesund“ beworben wird, überzeugt auch bei den Inhaltsstoffen. Gleichzeitig verbergen sich echte Highlights im Regal, die nicht nur durch ihren Geschmack, sondern auch durch Qualität überzeugen. In dieser Übersicht erfahren Sie, warum sich der Umstieg auf gesündere Alternativen lohnt, welche Produkte sich besonders gut eignen und worauf Sie beim Kauf gesunder Chips achten sollten. Entdecken Sie Snacks, die satt machen, schmecken und gleichzeitig zu Ihrer Ernährung passen.
Inhaltsverzeichnis
Warum lohnt es sich, Chips durch gesündere Alternativen zu ersetzen?
Chips wirken harmlos. Dabei gehören sie aber auch zu den nährstoffärmsten Snacks im Vergleich zu ausgewogenen Alternativen. Klassische Kartoffelchips enthalten oft mehr als 500 Kalorien pro 100 Gramm, bestehen fast ausschließlich aus Fett und Stärke und enthalten häufig künstliche Aromen, Geschmacksverstärker oder Acrylamid. Besonders problematisch ist die Kombination aus Salz, Fett und raffiniertem Zucker, die das Belohnungssystem im Gehirn aktiviert und zum unkontrollierten Weiteressen führen kann.
Gesunde Chips hingegen bieten genau hier einen Ansatz. Sie enthalten wenig Fett, häufig hochwertige pflanzliche Eiweiße und oft auch eine Menge Ballaststoffe. Kalorienarme Chips auf Basis von Hülsenfrüchten oder Gemüse – etwa Linsenchips, Ofensnacks oder Proteinchips – liefern Energie und enthalten meist komplexere Kohlenhydrate als herkömmliche Chips. Dadurch helfen sie, länger satt zu bleiben und können dabei helfen, das Sättigungsgefühl länger aufrechtzuerhalten. Das macht gesunde Snacks besonders abends oder unterwegs zu einer sinnvollen Alternative.
Ein weiterer Vorteil gesunder Chips liegt in der Zusammensetzung: Gute Alternativen zu Chips kommen ohne unnötige Zusatzstoffe aus. Bio-Snacks oder Snacks mit vielen Ballaststoffen aus natürlichen bieten eine transparente Kennzeichnung der Inhaltsstoffe. So behalten Sie die Kontrolle über das, was Sie Ihrem Körper zuführen, ohne auf Geschmack verzichten zu müssen.
Welche Snacks eignen sich als Alternative zu Chips?
Klar: Nicht jeder Snack mit der Aufschrift „gesund“ ist automatisch empfehlenswert. Wenn Sie wirklich ausgewogene Alternativen zu Chips suchen, lohnt ein Blick auf Zusammensetzung, Verarbeitung und Nährwerte.

Besonders geeignet sind kalorienarme Snacks auf Basis von Hülsenfrüchten oder Gemüse. Linsenchips, Kichererbsenpuffs oder Erbsensnacks punkten mit einem hohen Proteingehalt und deutlich weniger Fett als klassische Kartoffelchips. Auch Proteinchips auf Soja- oder Milchproteinbasis sind eine interessante Option – besonders für Menschen, die gezielt auf die tägliche Eiweißzufuhr achten wollen.
Gemüsechips aus Süßkartoffeln, Pastinaken, Roter Bete oder Grünkohl überzeugen nicht nur geschmacklich, sondern liefern auch sekundäre Pflanzenstoffe. Der wichtige Faktor ist die Zubereitung: Schonend gebackene Ofensnacks sind fettärmer als frittierte Varianten. Achten Sie auf transparente Deklarationen und die Herstellung ohne künstliche Zusätze.
Auch geröstete Nüsse und Saaten zählen zu den gesunden Snacks für abends, wenn sie ungesalzen und ohne Zuckerzusatz angeboten werden. Sie liefern wertvolle Fettsäuren und sättigen langanhaltend. Für unterwegs bieten sich ballaststoffreiche Snacks wie Vollkorncracker oder Müsliriegel ohne Zucker an.
Alternativen zu Chips im Überblick
3 Pauly Snack Ecken Cheese glutenfrei
- 50 g
- € 1,95€ 3,90 / 100 g
LAYENBERGER® LOWCARB.ONE Chips Paprika
- 3x75 g | Sonstige
- € 8,97€ 7,89€ 3,51 / 100 g
Hammermühle Salzstangen glutenfrei
- 45 g
- € 1,85€ 1,55€ 3,44 / 100 g
Le Veneziane Fettucce Bandnudeln glutenfrei
- 250 g
- € 2,85€ 11,40 / 1 kg
Huober - Brezelkinder Dinkel
- 125 g
- € 2,09€ 1,67 / 100 g
nu3 Protein Flips, Zwiebel und Lauch
- 2x80 g | Futter
- € 5,98€ 4,29€ 2,68 / 100 g
Alnavit Parmesan Cracker glutenfrei
- 75 g
- € 3,65€ 4,87 / 100 g
McLLoyds Biosaurus Ketchup glutenfrei
- 50 g
- € 2,50€ 5,00 / 100 g
Pural Maisflips Tomate glutenfrei
- 100 g
- € 2,05€ 2,05 / 100 g
Schnitzer Grissini Sesam glutenfrei
- 100 g
- € 3,45€ 3,45 / 100 g
McLLoyds Biosaurus Cheese Igor glutenfrei
- 50 g
- € 2,50€ 5,00 / 100 g
LAYENBERGER® High Protein Chips Hot&Sweet Chili
- 75 g | Sonstige
- € 2,99€ 2,89€ 3,85 / 100 g
Grissini
- 150 g
- € 4,25€ 2,83 / 100 g
Bezgluten Chips Crisps Paprika glutenfrei
- 70 g
- € 2,05€ 2,93 / 100 g
Salinis Big Pack
- 150 g
- € 3,20€ 2,13 / 100 g
Pural Flip' O maïs Salz glutenfrei
- 100 g
- € 1,85€ 1,85 / 100 g
Pural Flip' O maïs Erdnuss glutenfrei
- 100 g
- € 2,05€ 2,05 / 100 g
Alnavit Bio Mini Grissini
- 100 g
- € 2,49€ 2,49 / 100 g
Schär Salinis Sticks glutenfrei
- 75 g
- € 1,85€ 2,47 / 100 g
3 Pauly Rosmarin Kräcker glutenfrei
- 125 g
- € 3,30€ 2,64 / 100 g
Schnitzer Grissini Pizza glutenfrei
- 100 g
- € 3,45€ 3,45 / 100 g
Curvies Original Chips
- 170 g
- ab € 3,65€ 2,15 / 100 g
Classic Ayurveda - Chew!
- 90 g
- € 4,50€ 3,60€ 4,00 / 100 g
Bezgluten Chips Crisps Salted glutenfrei
- 70 g
- € 2,05€ 2,93 / 100 g
Curvies Paprika Chips
- 170 g
- € 3,65€ 2,15 / 100 g
Gibt es auch salzige Alternativen ohne viele Zusatzstoffe?
Viele salzige, gesunde Snacks überzeugen durch kurze Zutatenlisten und klare Deklarationen. Entscheidende Qualitätsmerkmale sind dabei nicht nur der Verzicht auf künstliche Zusätze, sondern auch die Art der Herstellung. Besonders relevant: Niedrige Verarbeitungstemperaturen, wenig industrielle Raffination und natürliche Konservierung durch Trocknung oder Backen.
Ein Blick lohnt sich auf fermentierte Snacks – etwa getrocknete Sojabohnen mit Meersalz oder Linsen-Cracker aus Bio-Produktion. Diese Produkte enthalten natürliche Kulturen, sind frei von Hefeextrakt und benötigen keine synthetischen Geschmacksverstärker. Auch Algenchips oder Nori-Snacks sind eine Option. Sie bringen Jod, Mineralstoffe und salzige Umami-Noten mit – ohne den Zusatz von geschmacksverstärkendem Glutamat.
In der Kategorie gesunde Chips bieten einige Manufakturen Snacks aus nur drei Zutaten: Gemüse, Öl und Meersalz. Gerade kleinere Hersteller verzichten bewusst auf industrielle Bindemittel oder Frittierhilfen. Wer salzige Snacks gesund genießen möchte, achtet zusätzlich auf das verwendete Öl: Sonnenblumen- oder Rapsöl aus erster Pressung ist hochwertigen Palmölmischungen vorzuziehen.
Auch bei kalorienarmen Snacks zählt die Verpackung: Klar erkennbare Herkunftsangaben, Siegel wie „Bio“ oder „ohne Zusatzstoffe“ und präzise Nährwerttabellen geben klare Orientierung. So lassen sich Chips-Alternativen finden, klar deklariert, reduziert und alltagstauglich – ohne künstliche Hilfen, dafür mit echtem Geschmack.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Zutaten, Nährstoffdichte, Herstellungsweise und Verpackungsinformation. Achten Sie beim Einkauf zuerst auf den Anteil an Ballaststoffen und Proteinen. Sie unterstützen eine länger anhaltende Sättigung. Snacks mit Linsen, Kichererbsen oder Erbsenmehl schneiden hier besonders gut ab.
Ein kritischer Blick gehört den Fettwerten. Auch kalorienarme Chips können viel minderwertiges Fett enthalten. Hochwertige Alternativen zu Chips verwenden kaltgepresstes Pflanzenöl oder verzichten komplett auf zusätzliche Öle, indem sie im Heißluftverfahren gebacken werden. Besonders fettarme Chips finden Sie häufig unter dem Begriff Ofensnacks, was in der Regel ein Hinweis auf besonders schonende Zubereitung ist.
Zusatzstoffe erkennen Sie an Begriffen wie „Aroma“, „Hefeextrakt“ oder den E-Nummern. Meiden Sie Produkte mit langen, schwer verständlichen Zutatenlisten. Gesunde Snacks für abends sollten idealerweise nur aus wenigen unverarbeiteten Komponenten bestehen. Achtung: Auch Zucker versteckt sich gern und oft in herzhafter Form – etwa in karamellisierten Randschichten oder als Malzextrakt.
Wichtig ist außerdem die Portionsgröße: Viele Verpackungen suggerieren gesunde Chips, doch beziehen sich die Nährwerte auf unrealistisch kleine Mengen. Achten Sie auf die Angabe pro 100 Gramm. Nur so lassen sich Produkte objektiv vergleichen. Wer ballaststoffreiche Snacks oder gesunde Chips kaufen will, braucht einen wachen Blick.
Was kosten gesunde Chips-Alternativen?
Gesunde Chips-Alternativen bewegen sich preislich meist über dem Niveau klassischer Kartoffelchips. Für hochwertige Produkte mit natürlichen Zutaten, Bio-Siegel oder nährstoffreichen Rohstoffen zahlen Sie in der Regel zwischen 1,80 € und 3,50 € pro 75 bis 100 Gramm. Proteinchips oder ballaststoffreiche Snacks auf Hülsenfruchtbasis kosten oft etwas mehr – vor allem, wenn sie zusätzlich glutenfrei oder vegan sind.
Kalorienarme Chips aus dem Ofen oder handgefertigte Bio-Snacks liegen im Premiumsegment. Hier steigen die Preise auf bis zu 4,50 € pro Packung, insbesondere bei kleineren Manufakturen oder spezialisierten Online-Shops. Günstiger wird es im Mehrfachpack oder bei Großpackungen – ideal, wenn Sie gesunde Chips regelmäßig kaufen. Trotz des höheren Preises bieten diese Alternativen echten Mehrwert: hochwertige Rohstoffe, schonende Verarbeitung, weniger Müll durch kleinere Chargen und bewusste Rezepturen. Ein Unterschied, der sich in Zutatenqualität und Verarbeitung widerspiegelt.
Veröffentlicht am 30. Januar 2026
Quellen
[1] UTOPIA. Sind Gemüsechips wirklich gesünder als Kartoffelchips? https://utopia.de/ratgeber/sind-gemuesechips-wirklich-gesuender-als-kartoffelchips_626812/ (Stand 12.2023)
[2] ÖKO-TEST. Untersuchungsamt warnt: Gemüsechips oft voller Acrylamid. https://www.oekotest.de/essen-trinken/Untersuchungsamt-warnt-Gemuesechips-oft-voller-Acrylamid_600694_1.html (Stand 06.2024)
[3] UTOPIA. Chips selber machen: So geht’s. https://utopia.de/ratgeber/chips-selber-machen-so-gehts_75964/ (Stand 08.2024)
[4] ZENTRUM DER GESUNDHEIT. Kartoffelchips und Gemüsechips. https://www.zentrum-der-gesundheit.de/rezepte/snacks/cracker/kartoffelchips-selbst-gemacht (05.2024)









