Frühlingszeit ist Zeckenzeit

Wenn die Temperaturen wieder steigen und sich die Sonne stärker zeigt, regen sich auch kleine Spinnentiere im Grünen, die uns und unseren vierbeinigen Lieblingen einen Frühlingsspaziergang gründlich verleiden können. Lesen Sie unsere Tipps zum Umgang mit Zecken und wie Sie sich gut gegen die von den Parasiten übertragene Krankheiten schützen können.

Lästige Spinnentiere und gefährliche Krankheitsüberträger

Zecken gehören mit ihren acht Beinen zur Familie der Spinnentiere und werden ab einer Temperatur von 5 bis 7 Grad aktiv. Sie verbeißen sich mit ihrem zangenartigen Gebiss in der Haut des Wirtes und lassen sich wieder fallen, wenn sie genügend Blut gesaugt haben. Zecken leben nicht auf Bäumen, sondern auf Gräsern und im Unterholz. Dort finden sie ihre bevorzugten Opfer wie kleine Wildtiere, aber auch Katzen, Hunde und Spaziergänger. Ein Zeckenbiss ist nicht unbedingt schmerzhaft, kann aber gefährlich werden, da die Blutsauger als Überträger für die Viruserkrankung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) oder die Borreliose-Bakterien fungieren. Menschen, die berufsbedingt im Freien arbeiten, wie Förster oder Gärtner, sollten über eine FSME-Impfung unbedingt nachdenken. Gegen Borreliose kann man sich nicht schützen, daher ist es immer wichtig, Haustiere und den eigenen Körper nach einem Spaziergang im Freien gründlich auf Zecken zu untersuchen. Feste Schuhe und lange Hosen sind eine wichtige Barriere gegen den Befall.

Zeckenentfernung leicht gemacht

Hat man doch einen kleinen, ungebetenen Gast mit nach Hause gebracht, sollte man diesen so schnell und vorsichtig wie möglich entfernen. Borreliose Bakterien werden, im Gegensatz zum FSME-Virus, nicht sofort beim ersten Biss übertragen. Zerquetscht man also die Zecke, können Bakterien unabsichtlich in den Stichkanal gelangen. Wer keine spezielle Zeckenzange zur Hand hat, kann die Zecke auch vorsichtig mit einem Ruck mit der Hand herausziehen. Die Drehrichtung ist dabei egal. Es ist auch ein Irrglaube, dass eine Zecke erstickt, wenn sie mit Öl oder Klebstoff beträufelt wird. Im Gegenteil, die Stressreaktion des Tieres kann dafür sorgen, dass es mehr Speichel und daher auch mehr Krankheitserreger abgeben kann. Außerdem atmen Zecken nur etwa ein bis 2-mal pro Stunde: Eine Erstickung würde daher sehr lange dauern. Reißt der Kopf des Tieres beim Entfernen ab, sollte man die Stelle mit Desinfektionsmittel behandeln und beobachten, ob sich die Stelle entzündet. Im Normalfall fällt der Kopf nach einigen Tagen von selbst ab.

Zeckenschutz für Mensch und Tier

Zecken verbeißen sich am liebsten in den Hals, Bauchnabel, Genitalbereich, die Achseln oder Kniekehlen. Zeckenschutz wie etwa ANTI BRUMM® Zecken Stopp sollte daher an diesen Stellen vor einem Aufenthalt im Freien aufgetragen werden. Für Kleinkinder oder sehr empfindliche Menschen gibt es aber auch alternative Schutzmethoden, z.B. eine Bernsteinkette (gibt es auch als Halsband für Hunde oder Katzen) oder einfach Kokosöl aus der Küche. Katzen sind verrückt nach Bierhefe, die gleichzeitig ein Zeckenschutz sein kann, da Zecken diesen Geruch verabscheuen. Ätherische Öle wie Thymian, Oregano, Wacholder, Grapefruit, Myrrhe, oder Rosenholz erfüllen den gleichen Zweck. Geraniol (ist in ätherischem Rosen- und Geranienöl enthalten) greift den Chitinpanzer der Spinnentiere an und trocknet sie so aus.