Die sogenannten Superfoods sind in aller Munde – doch was genau ist eigentlich Superfood? Und wie super sind diese Nahrungsmittel wirklich? Wir sind der Sache einmal auf den Grund gegangen und verraten Ihnen in unserer Superfood-Reihe einige interessante Dinge über Chia-Samen, Chlorella, Spirulina & Co.

Was ist „Superfood“?

Der Begriff Superfood oder sogar Ultrafood wird bereits seit Beginn des vorigen Jahrhunderts für Lebensmittel, die nicht nur satt, sondern auch besonders gesund machen sollen, verwendet. In Mode gekommen ist der Ausdruck aber erst in den letzten Jahren. Das Oxford English Dictionary bezeichnet Superfood als: „nährstoffreiches Lebensmittel, das als besonders förderlich für Gesundheit und Wohlbefinden erachtet wird“. Der inzwischen geläufige Marketingbegriff darf aber für Werbeversprechen laut EU-Richtlinie nicht eingesetzt werden, solange die tatsächliche Wirkung des Lebensmittels nicht wissenschaftlich erwiesen wurde. Es gibt keinen genau definierten Begriff für dieses Modewort: Zusammenfassend könnte man jene Obst-, Gemüse-, Gewürz- Kräuter- oder auch Algen– und Teesorten als sogenanntes Superfood deklarieren, denen heilende oder vorbeugende Wirkung bei Krankheiten nachgesagt wird.

Schön und schlau durch Superfood? Eigenschaften und Wirkung

Ganz oben auf der Liste finden sich hier Nahrungsmittel, die Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren enthalten. Durch Stoffwechselvorgänge – begünstigt durch einen ungesunden Lebensstil können im Körper freie Radikale entstehen. Diese können oxidativen Stress auslösen, was zu Zellschäden führen kann. Die Folge könnten vorzeitige Alterungserscheinungen, Diabetes, Herzprobleme oder sogar Krebs sein. Antioxidantien sind Moleküle, die Körperzellen vor solchen freien Radikalen schützen können. Omega-3-Fettsäuren sind essentielle Fette, die der Körper selbst nicht herstellen kann, aber dringend benötigt. Als Bausteine für die Zellmembranen und Botenstoffe im Gehirn können sie vor Herz-Kreislauf- sowie Autoimmunkrankheiten schützen und durchaus schlau machen. Ebenfalls nachgesagt wird ihnen ein positiver Einfluss auf unsere Psyche. Zu finden sind sie vor allem in Fisch, Leinöl, Walnüssen und Spinat.

Alt, aber gut: Lebensmittel in ihrer Urform

Manche Ultrafoods enthalten tatsächlich um ein zigfaches mehr an Vitaminen als herkömmliches Obst oder Gemüse. Der amerikanische Ernährungsexperte David Wolfe begründet dies damit, dass sogenanntes Superfood als “antike Lebensmittel” nicht durch Überzüchtung und Monokulturen längerfristig unvorteilhaft für uns verändert worden sind.

Vergleich Superfood

Viele Super-Nahrungsmittel wie Chia-Samen, Camu-Camu oder Spirulina haben den Nachteil, dass sie bei uns schwer an- oder abzubauen sind und daher aus China, Mexiko oder Südamerika importiert werden müssen. Es gibt aber auch heimische Produkte wie Hanf, Löwenzahn oder Portulak, die ebenfalls reich an Vitaminen, Omega-3-Fettsäuren und anderen wichtigen Mineralstoffen und obendrein viel billiger sind.

Helfer in der Not: Superfood als Nahrungsergänzung

Leider reicht es nicht, sich einfach ausschließlich von Goji-Beeren und grünen Smoothies zu ernähren, um einen Modellkörper mit Einstein-IQ zu bekommen. Auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung, viel Flüssigkeit, genügend Bewegung und einen achtsamen Umgang mit uns dürfen wir trotzdem nicht verzichten. Aber etwa in der kalten Jahreszeit, wenn an jeder Ecke Grippeviren lauern, oder bei hoher körperlicher oder psychischer Belastung, können uns die gesunden Helferlein unterstützen.