An Ostern wird traditionell viel gegessen – wir erklären Ihnen, wie Sie klassische Osterrezepte aus Österreich und Osternester ein wenig kalorienärmer gestalten, ohne zu verzichten.

Kulinarische Leichtigkeit: Gründonnerstag und Karfreitag

Die klassischen Osterrezepte aus Österreich haben es kalorientechnisch mit uns von Anfang an ganz gut gemeint. Der Gründonnerstag geht auf das letzte Abendmahl von Jesus und seinen Jüngern zurück. Auch wenn der „grüne“ Donnerstag nichts mit der Farbe an sich, sondern mit dem alten Wort „grunen“ (trauern, klagen), zu tun hat, isst man in Österreich an dem Tag traditionell Spinat. Die Kombination aus Erdäpfeln, Spiegeleiern und Spinat hält sich in vielen österreichischen Haushalten zu Gründonnerstag. Um das ganze etwas leichter zu gestalten, verwenden Sie im Idealfall frischen Spinat und nehmen gekochte Erdäpfel als Beilage dazu!

Da Karfreitag ohnehin traditionell ein strenger Fasttag ist, wird an diesem Tag auf Fleisch verzichtet. Eingeschlichen hat sich in Österreich der Brauch an diesem Tag vor allem Fisch aufzutischen. Fischsorten wie Kabeljau, Seelachsfilet oder Scholle haben besonders wenig Kalorien. Aber auch ein Fisch mit mehr Fettgehalt, wie Hering oder Makrele, sind zu empfehlen, solang sie nur ab und an bei uns auf der Speisekarte stehen. Reichen Sie dazu einfach einen lockeren Frühlingssalat mit leichtem Dressing und wahlweise einer Portion gekochten Erdäpfeln oder Reis.

Das Ende der Fastenzeit an Ostersonntag

Am ruhigen Karsamstag nehme Österreicher vielerorts noch eine Tradition wahr: die Fleischweihe. Vor oder während der Osternacht weiht der Pfarrer das Fleisch (Geselchtes) zum Osterschinken oder auch „Woachfleisch“. Dieser Ritus gilt als Vorbereitung für die große Osterjause am Ostersonntag. Die Weihung an und für sich sowie der Verzehr leiten dadurch das Ende der Fastenzeit ein. Geweihter Schinken, Kren, Brot und Ostereier bilden die Standardausrüstung für die kalte Jause. Erweitern Sie das Sonntagsessen einfach um Tomaten und Gurken sowie Vollkornbrot mit einem Topfen-Kräuterdip, so dass Sie auch an dem Tag die Balance halten können. Und falls der Vorsatz doch noch nicht ganz hielt und der Magen etwas zu voll ist, können Sie sich durch Produkte gegen Sodbrennen weiterhelfen.

Osternester und süße Schlemmereien aus Österreich

Über die Ostertage dürfen natürlich auch süße Sünden nicht fehlen! Verzehren Sie diese am besten in kleinen Maßen bzw. schauen Sie sich nach leichteren Alternativen um. So hilft es allein schon den Striezel oder die Osterpinzen etwas kleiner und zuckerärmer zu backen. So mache Zutat lohnt es sich auch auszutauschen, ohne dass der Geschmack darunter leidet: anstatt herkömmlichem Mehl verwenden Sie einfach eine Mischung aus Vollkorndinkel- und Mandelmehl. Auch Butter lässt sich super durch Kokosöl ersetzen.

Runden Sie ihre bedachte Oster-Kulinarik nun noch mit einem leichten Osternest ab: ein Schokoladen-Osterhase darf natürlich nicht fehlen, aber auch da lohnt es sich allein auf eine kleine, gesündere Variante mit möglichst hohem Kakaogehalt zu achten. Neben bunten Ostereiern ohne Chemie und Früchteriegeln ohne zugesetztem Zucker können vielleicht auch exotische Obstsorten und Nüsse dieses Jahr mal das Osternest füllen. Wir wünschen Ihnen ein gesundes Osterfest!