Rund um Halloween tauchen in den Vorgärten, Häusern und Geschäften geschnitzte Kürbisse als Dekoration auf. Das gesunde Fruchtgemüse ist aber eigentlich viel zu schade zum Anschauen. In Kürbis stecken unzählige Vitalstoffe und Vitamine, die die gelbe oder orange Kugel zum trendigen Superfood machen. Wir liefern sieben gute Gründe für mehr Kürbisgenuss.

Kürbis schützt die Haut

In orangen Kürbissorten wie zum Beispiel im Hokkaido steckt mehr Beta-Carotin als in Karotten. Beta-Carotin ist ein sehr wirksamer, aktiver Zellschutz, der die Haut vor Stress durch Sonneneinstrahlung schützen kann. Wie auch Tomaten oder roter Paprika kann durch das Essen von orangen Kürbis sogar die Färbung der Haut leicht beeinflusst werden. So werden Sie auch im Winter sanft und schnell braun.

Mehr Durchblick durch Kürbisgenuss

Alpha- und Beta-Carotin wird im Körper in das fettlösliche Vitamin A umgewandelt. Dieses Vitamin ist wichtig für die Zellregeneration und das Zellwachstum. Auch für gutes Sehen, vor allem bei Hell-Dunkel-Kontrasten, ist es vonnöten. Es ist ein wesentlicher Nährstoff für die Augen. Alpha-Carotin schützt vor grauem Star und vor Tumorbildung. Die Vitamin-Vorstufen gehen durch Erhitzen nicht verloren. Im Gegenteil – in einer warmen Kürbissuppe mit ein wenig pflanzlichem Öl, kann es vom Körper leichter aufgenommen werden.

Die Immunabwehr stärken mit Kürbis

Der Kürbis gehört wie Melonen zu den Beerengewächsen und ist mit der Zucchini und der Gurke verwandt. Seine Ernte im Herbst macht ihn zum perfekten Mittel gegen Erkältungserkrankungen und Co. Vitamin C, Zink, Magnesium und Kalium unterstützen das Immunsystem. Kaltes Wetter und eine schwache Abwehr sorgen oft auch für lästige Blasenentzündungen. Kürbiskerne sind ein natürliches Diuretikum. Sie treiben den Harn an, wodurch Bakterien und Erreger schneller aus der Harnröhre geschwemmt werden.

Kernöl – raffinierter, gesunder Genuss

Aus den Kürbiskernen wird wertvolles Öl gewonnen. Darin sind Vitamin E und Linolsäure enthalten. Sie senken den Cholesterinspiegel und beugen Herz-Kreislauferkrankungen vor. Studien ergaben, dass Kürbiskernöl einer vergrößerten Prostata entgegenwirken kann. Das dunkelgrüne Öl aus der Steiermark passt zu pikanten Speisen wie Salaten oder Omeletts genauso wie zu süßem Vanilleeis. Gourmets träufeln das nussig schmeckende Öl einfach auf Schwarzbrot.

Kürbiskerne: Leckere Proteinspender

Kürbiskerne sind reiche Proteinspender und enthalten die Aminosäure Tryptophan, die an der Produktion des Glückshormons Serotonin beteiligt ist. Gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn wir zum Winterblues neigen, kann schon eine Handvoll der köstlichen Kerne die Stimmung aufhellen. Omega-3-Fettsäuren regulieren den Blutdruck, wirken entzündungshemmend und bringen Herz und Kreislauf in Schwung. Das enthaltene Magnesium ist einer der wichtigsten Nährstoffe überhaupt. Es unterstützt den Muskelaufbau, die Abwehrkräfte und hilft auch beim Abnehmen.

Freie Radikale binden mit Kürbis

Kürbis ist auch ein wichtiger Lieferant für Antioxidantien. Durch Umweltgifte, Stress, schlechte Ernährung oder UV-Strahlen können sich im Körper freie Radikale bilden, die Unheil anrichten. Neben den Alpha- und Beta-Carotinen kann auch das im Kürbis enthaltene Vitamin E diese freien Radikale binden. Das schützt vor vorzeitiger Hautalterung und einer Vielzahl von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes-Typ-2 oder Parodontose.

Figurwunder Kürbis

Kürbis hat sehr viele Ballaststoffe, die die Verdauung in Schwung halten. Das ist gut für die Blutzuckerwerte. In Kürbiskernen oder Kürbiskernöl enthaltene Stoffe wie Cucurbitacin hindern Darmparasiten daran, sich an der Darmwand festzusetzen. Das sorgt für einen einwandfreien Stoffwechsel und eine gesunde Darmflora. Hokkaidokürbis, Butternusskürbis oder Muskatkürbis machen schnell satt und haben nur ganz wenig Kalorien. Auf 100 Gramm Fruchtfleisch kommen gerade mal 24 bis 34 Kilokalorien.